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Heute öffnet das Völklinger Hallenbad

Heute öffnet das Völklinger Hallenbad

Nach einer durchwachsenen Saison im Freibad am Köllerbachtal öffnet heute das Völklinger Hallenbad. 61 804 Badegäste zählte die Verwaltung. Gerettet hat die miese Saison vor allem die Verlängerung der Badesaison um zwei Wochen und die späte Hitze.

Dunkle Wolken, aber kein Regen. So erlebt das Völklinger Freibad im Köllerbachtal seinen letzten Tag der verlängerten Sommer-Saison. Dazu die Temperatur von um die 20 Grad - da besteht kein Zweifel: Das war es für diesen Sommer. Auf den Liegewiesen nutzen kecke Krähen die Gunst der Stunde. Sie stöbern fast ungestört in der Wiese, suchen, was da an Fressbarem übrig geblieben ist. Auch die Arbeitskleidung von Klaus Dieter Diesinger ist ungewöhnlich für einen Fachangestellten für Badebetriebe. Lange Hose, langärmlige Regenjacke und Mütze. Es ist halt frisch geworden.

Der Wasserpilz sprudelt noch einmal, vier Jungs toben unter dem sprudelnden Wasser. Als der Pilz abschaltet, wechseln sie zum Spotbecken, wagen ein paar Sprünge ins relativ warme Wasser. "Ja, jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel in die Hallenbad-Saison", sagt Diesingers Kollege, Koundoul Magué, der vor Monaten das Freibad eröffnet hat und jetzt auch die Schlussschicht macht: "Ja, um acht Uhr wird es schon dunkel, dann ist es so weit."

61 804 Badegäste waren über die Saison da. Im Sommer, der zuerst enttäuschend war, dann kräftig zugelegt hat und schließlich Ausdauer bewiesen hat. So viel Luft, dass das Freibad zwei Wochen länger offen war: "Zwei Wochen, die uns wohl die Saison gerettet haben", so Magué. Am Schlusstag zeigte der Zähler am Eingang noch einmal über hundert Badegäste an. Weit weg von der Kapazitätsgrenze des Bades, die bei 3000 Besuchern pro Tag liegt. "Vier, fünf Mal war es diese Saison notwendig, dass wir die Kasse schließen mussten, weil die 3000 erreicht war."

Dienstag haben Diesinger und Magué wieder Dienst im Hallenbad. Montag sind beide Bäder geschlossen, diesen Tag braucht die Belegschaft als Umzugstag. "Dann transportieren wir Reinigungssachen und alles, was wir so brauchen, hinüber ins Hallenbad", so Magué. Die restlichen Chemikalien entsorge eine Fachfirma. Techniker Holger Zentes hat im Freibad noch einiges zu tun, ehe es schließlich winterfest ist. Unter anderem sind noch die Sonnenschirme und einige Spielgeräte rund um das Kinderbecken abzubauen und zu verstauen, das Wasser in den Becken wird bis auf 40 Zentimeter Höhe abgelassen. Die Badegäste, die trotz widriger Gegebenheiten zum Schlusstag ins Freibad gekommen sind, kümmert das vorerst nicht. Sie ziehen seelenruhig im Wasser ihre Bahnen - so wie sie es fast täglich taten.