Herbert Broy bleibt an der Spitze der Völklinger Feuerwehr

Herbert Broy bleibt an der Spitze der Völklinger Feuerwehr

Die freiwillige Wehr der Hüttenstadt traf sich in Geislautern zur Jahreshauptversammlung. Die Zahl der Einsätze steigt stetig.

Der Lauterbacher Feuerwehrmann Herbert Broy bleibt für eine weitere Amtszeit Wehrführer der Mittelstadt Völklingen. Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen wählte ihn mit 119 zu 64 Stimmen bei vier ungültigen Stimmen. 187 Wahlberechtigte waren am Sonntag zur Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus Geislautern gekommen.

Insgesamt gehören der Völklinger Feuerwehr 287 Aktive, 75 Alterskameraden und 58 Jugendfeuerwehrleute an, wie Broy vor der Wahl in seinem Jahresbericht mitteilte. 48 000 Stunden an Übungs- und Einsatzzeit hätten die Wehrleute übers Jahr investiert: "Legt man dafür nur die Hälfte der Kosten für eine Werkstattstunde für das Auto zugrunde, kommt man auf einen Wert von 2,2 Millionen Euro." 371 Mal ist die Feuerwehr im Vorjahr ausgerückt und hat dabei 32 Menschen gerettet. Vier Betroffene konnten die ehrenamtlichen Helfer nur tot bergen.

Die Zahl der Einsätze steigt stetig. So stellten Broy und Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) als Chef der Wehr fest, dass in diesem Jahr bereits 78 Einsätze gezählt wurden. Den jüngsten und auch vorerst spektakulärsten nannte Broy: "Am Vorabend unserer Versammlung hat ein einzelnes Auto Lauterbach verwüstet." (Die SZ berichtete.)

Lorig lobte die gute Ausstattung der Wehr. In Geislautern und Wehrden laufen Baumaßnahmen, für die Innenstadt werde demnächst neu geplant. Was, das sei noch abhängig vom bald erwarteten Brandschutzgutachten des Landes. Lob gab es auch von außerhalb der Stadtgrenzen, und zwar von Saarbrückens Sicherheitsdezernent Harald Schindel (Die Linke) und Brandinspektor Tony Bender. Der hob hervor, dass verschiedene Komponenten der Völklinger Wehr - wie der Gefahrenguttrupp - für den gesamten Regionalverband wichtig seien. Und Völklinger Wehrleute wirken sogar über die Kreisgrenze hinaus, wie der Brandinspektor weiß: "Die Drehleiter rückt bei Bedarf auch im Kreis Saarlouis aus."

Unter zahlreichen Geehrten stach Michael Rödel aus Ludweiler hervor. Offiziell wurde er zum Oberfeuerwehmann befördert, außerdem erkannte ihm die Wehrführung den nicht offiziellen Rang des Ober-Oberfeuerwehrmanns zu. Wie es dazu kam? Er war schon einmal Oberfeuerwehrmann im Kreis Wadern, legte dann eine Pause ein und musste hier wieder von vorne beginnen. Als sich zuletzt abzeichnete, dass er die Anforderungen erneut erfüllt, sagte er: "Dann bin ich ja Ober-Oberfeuerwehrmann." Sein Löschbezirksführer Thomas Roth merkte es sich und fand in Wehrführer Broy und OB Lorig Verbündete, diesen Wunsch zu erfüllen. Zumal der neue Ober-Oberfeuerwehrmann, wie bei der Versammlung berichtet wurde, mehrfach heldenhaft gehandelt hat. So habe er auf dem Weg zur Arbeit zufällig bemerkt, wie sich ein Ölofenbrand entwickelte. Noch bevor die alarmierten Kameraden herbeieilen konnten, habe er als Zivilist bereits dafür gesorgt, dass der Rauch durch fachmännische Lüftung weitgehend aus den Räumen kam: und er habe dann einen gehbehinderten Bewohner aus dem Unglückshaus getragen.

Alter und neuer Wehrführer ist Herbert Broy. Foto: Becker & Bredel. Foto: Becker & Bredel

Zurück zur Wehrführerwahl. "Die, die mich nicht gewählt haben, kann ich beruhigen, ich habe mich zum letzten Mal der Wahl gestellt", sagte Broy, nachdem Lorig das Wahlergebnis bekannt gegeben hatte: Eine weitere Amtszeit kommt für ihn aus Altersgründen nicht in Frage.