Heiße Höschen für heiße Tage

Momentan sind Hot Pants auf dem Vormarsch, beobachtet SZ-Redakteurin Angelika Fertsch. Aber sind die auch schulfähig?

Heiße Höschen gehören an heißen Tagen einfach ins Stadtbild. Die knappen Shorts, die wir schon in den 70ern kannten, marschieren in quirligen Mustern und Farben durch die Straßen. Sie erleben derzeit eine Renaissance. Meist bieten sie einen erfreulichen Anblick, lange schlanke Mädchenbeine schauen unten aus den Hosenbeinen heraus. Manche Trägerinnen leiden leider unter einem Mangel an Selbstkritik. Aber die Ästhetik von Frauenbeinen soll hier nicht das Thema sein. Eher die Freiheit der Mode oder wie weit Mode gehen darf - ausgelöst durch das Höschen-Verbot einer Schulleiterin aus dem Baden-Württembergischen an ihrer Schule, an der Kinder und Jugendliche von sechs bis 15 Jahre unterrichtet werden. Wer zu freizügig zum Unterricht kommt, muss bei ihr ein Notfallshirt überziehen. Das stieß bei vielen Höschen-Trägerinnen (viele hämische Kommentare im Netz) und auch Eltern der betroffenen Schülerinnen auf Unverständnis.


Für Schulen unserer Region sind die Höschen im Unterricht offensichtlich kein Thema. Gisela Bodamer etwa, Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Am Sonnenhügel, bleibt gelassen: "Es haben sich bisher bei uns noch keine spektakulären Fälle ergeben. die zu einer solchen verallgemeinernden Reaktion meinerseits führen könnten. Wenn es wirklich mal ein absolut unangemessenes Outfit gibt, bauen wir auf ein Vier-Augen-Gespräch. Diese Vorgehensweise scheint mir effektiver zu sein, und der Erfolg gibt uns recht."

Zunächst sind sowieso mal sechs Wochen Ferien, Schule ade - also Hot-Pants-Hoch-Zeit.

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