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Handyparken in Völklingen mit paybyphone App oder SMS

Per App oder SMS : Handyparken startet in Völklingen

Ab sofort kann man Parkgebühren per App oder SMS bezahlen – ohne Zusatzkosten.

In Völklingen lassen sich Parkgebühren jetzt digital bezahlen. Dazu können sich Parkende entweder die App „PayByPhone“ herunterladen oder eine SMS mit dem eigenen Kennzeichen an eine in der Parkzone angegebene Nummer senden.

Das Angebot gilt an allen 19 Parkscheinautomaten in der Völklinger Innenstadt und ist eine Ergänzung der vorhandenen Parkscheinautomaten, die mit Münzgeld zum Bezahlen der Parkgebühr arbeiten. Die Abrechnung erfolgt über die Handyvertragsabrechnung, über PayPal oder das Lastschriftverfahren.

Bei einem Ortstermin vor dem neuen Rathaus präsentiert Oberbürgermeisterin Christiane Blatt, wie das Handyparken funktioniert: Über die genannte App lässt sich ein Parkschein lösen, eine Erinnerung vor Ablauf der Parkdauer einstellen und bei Bedarf auch von unterwegs aus eine Verlängerung buchen. „Für die Stadt Völklingen ist es ein weiterer Schritt zur Smart City. Durch Nutzung des digitalen Bezahlens kann man Zeit sparen und die Aufenthaltsdauer in der Stadt flexibel bestimmen“, sagt Blatt. „Wir haben lange darüber diskutiert, bis wir dieses Projekt der Zukunft umgesetzt haben.“

Es sind auch einige Mitarbeiter der Ortspolizei vor Ort, die das Handyparken zukünftig kontrollieren sollen. Anstatt den Parkschein im Auto zu suchen, müssen sie jetzt das Kennzeichen abfotographieren und bekommen dann Auskunft, ob online ein Schein gelöst wurde oder nicht. „Das ist kein zusätzlicher Aufwand für uns“, erklärt Udo Boost von der Verkehrsüberwachung.

Die Möglichkeit zum Handyparken gibt es schon länger in den Nachbarstädten Saarlouis und Saarbrücken, Völklingen hat nun nachgezogen. Dazu hat die Stadt mit dem gleichen Anbieter, sunhill technologies GmBH aus Österreich, zusammengearbeitet. Sunhill ist eine Tochter von Volkswagen, und „Paybyphone“ gibt es bereits in vielen  Städten in Deutschland. „Der Anbieter sunhill berechnet für jede Buchung eine Servicegebühr von 10 Prozent, doch die übernimmt die Stadt, sodass der Endnutzer nur die Parkgebühr zahlen muss“, erklärt Martin Hewener, der das Projekt für die Stadt geleitet hat. „Das war politisch so gewollt, der Stadtrat wollte die Nullgebühr.“ Nach eigenen Modellrechnungen könnte das die Stadt im Jahr rund 5000 Euro kosten.

Das Parken wird also mit der Einführung des digitalen Angebots nicht teurer werden – oder allenfalls indirekt über die stärker belastete Stadtkasse. Es bleibt sogar vergleichsweise günstig. Die Stadt hat ihre Parkplätze in drei verschiedene Zonen aufgeteilt, auf denen Parkende eine, zwei oder bis zu drei Stunden stehen können. Jede angefangene Stunde kostet überall nur 50 Cent. Oberbürgermeisterin Blatt räumt ein: „Eigentlich hätten wir die Parkgebühren erhöhen müssen, aber das wollten wir nicht machen wegen der schwierigen jetzigen Situation.“ Ihr Ziel: „Wir wollen Parken attraktiver machen.“