| 20:26 Uhr

Kolumne So kann’s gehen
Haben Sie schon mal in eine Windel gebissen?

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Ich glotz’ liebend gern TV. Ganz altbacken. Wie vom Programmanbieter vorgegeben. So nehm’ ich wohl oder übel bei den Privaten die Reklameunterbrechungen in Kauf, die im spannendsten Augenblick hineinplatzen. Dabei stoße ich auf diverse Ungereimtheiten.
Matthias Zimmermann

Ich glotz’ liebend gern TV. Ganz altbacken. Wie vom Programmanbieter vorgegeben. So nehm’ ich wohl oder übel bei den Privaten die Reklameunterbrechungen in Kauf, die im spannendsten Augenblick hineinplatzen. Dabei stoße ich auf diverse Ungereimtheiten.


Wie bei einem Internetportal für Partnervermittlung. Ein grienendes Super-Model verkündet, ab sofort auf diesem Weg nach einer Frau Ausschau zu halten. Bislang sei er leer ausgegangen. Dieser durchtrainierte Sympath. Frag’ ich mich, ob Otto-Normalo jemals eine abbekommt, wenn dieser Kerl schon keine Chance hat.

Sekunden später präsentiert mir ein Hersteller die Dunstabzugshaube Ingrid. Ingrid also. Erinnert mich an eine übergewichtige Klassenkameradin. Die möchte ich beim besten Willen nicht über meinem Herd baumeln sehen.



Die nächste Einstellung: Vorzügliche Filmchen mit allerlei Schnickschnack gelingen jedem mit diesem winzigen Gerät: einem Handy. Telefonieren? Davon ist keine Rede. Die nächste Werbung, für einen Supermarkt. Diese Woche: Einwegwindeln zum Schnäppchenpreis. Gefolgt vom Slogan: „Wir lieben Lebensmittel“.