Bauvorsorge gegen Wasser: Guter Rat, damit das Haus trocken bleibt

Bauvorsorge gegen Wasser : Guter Rat, damit das Haus trocken bleibt

Eine Starkregen-Gefahrenkarte hat im Saarland bisher nur Saarbrücken. Erstellt wurde sie 2015/16 auf Initiative des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE). Weitere Kommunen werden ab September folgen, darunter Sulzbach/ Friedrichsthal und Riegelsberg.

In Völklingen gibt es einen Antrag dazu.

Der ZKE bietet Saarbrücker Grundstückseigentümern kostenlose individuelle Beratung an über Gefahren für ihr Haus und über Schutzmaßnahmen. Wie andere Kommunen mit ihren Risiko-Karten umgehen werden, ist noch offen.

Gegen Wasser im Haus helfen oft schon einfache Dinge, die man selbst erledigen kann oder die wenig kosten. Etwa regelmäßige Reinigung von Abflussrinnen und Lichtschächten (Laub zum Beispiel kann den Wasserabzug enorm behindern). Oder mobile, bei Bedarf einzusetzende „Schotten“, die Keller-Abgänge, abschüssige Einfahrten oder niedrig gelegene Türen und Fenster abdichten. Wer Rückstau aus Kanälen vermeiden will, sollte sorgsam auf korrekten Einbau der Klappen achten; falsch installiert können sie Schaden anrichten. Wo das Starkregen-Risiko sehr groß ist, helfen unter anderem wasserdruckfeste Türen und Fenster – das wird dann freilich teurer.

Wie stark der Starkregen in der Nacht zum 1. Juni war, hat der ZKE übrigens vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für eine Bübinger Straße ausrechnen lassen. Nach den DWD-Radardaten sind dort binnen gut sieben Stunden 75,8 Millimeter Regen pro Quadratmeter gefallen. „Das bedeutet, dass ein Ereignis dieser Größenordnung statistisch gesehen alle 85 Jahre auftreten kann“, heißt es in der Zusammenfassung.

Ein Video, das das Geschehen bei Starkregen und Schutzmaßnahmen dagegen anschaulich erklärt, finden Interessierte im Internet auf der Webseite des ZKE.

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