Guter politischer Stil

Nicht zu fassen. Da entschuldigt sich am Donnerstagabend die Völklinger Ortsvorsteherin Monika Roth (SPD) bei "ihrem" Ortsrat und bei den Parallel-Gremien aus Ludweiler und Lauterbach für das Sitzungs-Chaos, das sich zwei Tage zuvor im Völklinger Rathaus zutrug. Dabei hatte sie selber keinerlei Schuld daran

Nicht zu fassen. Da entschuldigt sich am Donnerstagabend die Völklinger Ortsvorsteherin Monika Roth (SPD) bei "ihrem" Ortsrat und bei den Parallel-Gremien aus Ludweiler und Lauterbach für das Sitzungs-Chaos, das sich zwei Tage zuvor im Völklinger Rathaus zutrug. Dabei hatte sie selber keinerlei Schuld daran. Sondern sie war Leidtragende der Situation - gemeinsam mit allen anderen Ortsratsmitgliedern, die lange draußen vor der Saaltür warten mussten, bis, stark verspätet, die Sitzung begann. Dennoch war Roth, das zeigten ihre entschuldigenden Worte, gewillt, Verantwortung zu übernehmen. Das ist guter politischer Stil. Davon könnten diejenigen, die das Dienstags-Chaos tatsächlich zu verantworten haben, sich getrost ein paar Scheiben abschneiden. Überhaupt zeigte die Donnerstagssitzung der drei Ortsräte, bei der es um den "Masterplan Grün" ging, eine ganz andere Seite der Kommunalpolitik. Fachleute stellten ein Konzept vor, klar, verständlich, anschaulich. Und so ausführlich wie nötig, dafür war Zeit genug. Kommunalpolitiker stellten Fragen, sachbezogen und von Ortskenntnis zeugend, machten Vorschläge, die dem Ganzen dienen. So kann es sein. So soll es sein. Haken wir den Chaos-Dienstag ab - als abschreckendes Beispiel.