Grundschulpartnerschaft aus der Taufe gehoben

Lauterbach. Sie hatten sich noch nie gesehen, die Drittklässler, die sich am Dienstag in der Deutsch-Französischen Grundschule in Lauterbach trafen

Lauterbach. Sie hatten sich noch nie gesehen, die Drittklässler, die sich am Dienstag in der Deutsch-Französischen Grundschule in Lauterbach trafen. Die eine Hälfte besucht (bereits im dritten Jahr) die bilinguale Grundschule in Lauterbach, die andere Hälfte war aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Völklingen-Forbach zu diesem Schülerbegegnungstreffen von der Grundschule Forbach-Creutzberg nach Lauterbach gekommen. Berührungängste gab es kaum und sprachliche Barrieren erst recht nicht, denn die Lauterbacher Jungen und Mädchen parlierten munter drauf los. Der Schulleiter der Grundschule Ludweiler-Lauterbach, Bernd Mucha, sah dieses Treffen als logische Folge der vor drei Jahren ins Leben gerufenen Schulform, die sich im Warndt einer steigenden Beliebtheit erfreut. 52 Anmeldungen gibt es bereits für das nächste Schuljahr, so dass auch in Ludweiler eine bilinguale Klasse eingerichtet wird, die mit elf Wochenstunden in Französisch unterrichtet wird. "Um sich noch intensiver kennen zu lernen, werden wir uns viermal im Jahr hüben und drüben während eines Schultages treffen", betonte Mucha. Als großen Erfolg bezeichnete Oberbürgermeister Klaus Lorig die Deutsch-Französische Grundschule, die mit dieser Partnerschaft im Kleinen neben der großen Jumelage zwischen Forbach und Völklingen die deutsch-französische Freundschaft über die Grenze hinweg vertiefe. Der Bürgermeister von Forbach, Laurent Kalinowski, hob die vielen gemeinsamen Bande der Partner hervor, die ihren Beitrag zu einem zusammenwachsenden Europa leisteten. Im Rahmen der Begegnung stellten Lorig und Kalinowski auch die neue zweisprachige Broschüre "Forbach au fil du temps - Forbach im Laufe der Zeit" vor. Das bunt gestaltete, kindgerecht aufgemachte Heft entstand auf Initiative der beiden Räte und wurde von Mitgliedern des Forbacher Vereins "Cercle d´histoire locale - Furbacher" zusammengestellt. Insbesondere die deutschen wie französischen Grundschulklassen soll sie über die Partnerschaft informieren. Das Völklinger Pendant zu der Forbacher Ausgabe werde, so Lorig, im nächsten Jahr erscheinen. Anschließend besuchten die Gäste, darunter auch Schulleiter Olivier Gander aus Creutzberg, den städtischen Kindergarten. Der tut sich seit vielen Jahren hervor in der Vermittlung der französischen Sprache bereits für Kleinkinder. Sowohl Kindertagesstätte als auch die beiden Grundschulen erhielten von Klaus Lorig je einen Scheck über 200 Euro. Begeistert war am Ende der neunjährige Jannik Kattner aus der dritten Klasse der Grundschule: "Ich finde es toll, dass wir die einzige Klasse sind, die bereits im dritten Schuljahr Französisch lernt."

HintergrundDurch die Belebung mit kulturellen Veranstaltungen diesseits und jenseits der Grenze hat sich die Partnerschaft zwischen Forbach und Völklingen stetig entwickelt. Zu den profiliertesten Projekten gehören das grenzüberschreitende Orgelfestival, die deutsch-französische Volkshochschule, das Malfestival, das Sportfestival, der 50-Kilometer-Marsch Forbach-Völklingen, der Projektchor Forbach-Völklingen sowie das hochkarätige "Konzert der Gymnasien", das von über 200 Schülern jährlich gestaltet wird.red

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