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Grewenig hat nichts gegen Kriegsschiff

Völklingen. Im Streit um die Zukunft des historischen Kriegsschiffs Neptun in Völklingen hat Dr. Meinrad Maria Grewenig (Foto: di), Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, der örtlichen Marinekameradschaft Rückendeckung gegeben Von SZ-Redakteur Bernhard Geber

Völklingen. Im Streit um die Zukunft des historischen Kriegsschiffs Neptun in Völklingen hat Dr. Meinrad Maria Grewenig (Foto: di), Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, der örtlichen Marinekameradschaft Rückendeckung gegeben. Diese strebt einen Standort an dem historischen Schleusengelände an der Wehrdener Saarbrücke an, wo früher Schiffe Kohle und Erz für die Völklinger Hütte entluden.Grewenig erklärte auf SZ-Anfrage, das Schiff hänge zwar nicht direkt mit der Völklinger Hütte und dem Weltkulturerbe zusammen, sei aber andererseits auch nicht als störend zu betrachten. Hier gehe es um einen ganz anderen Fall als bei der Waldschlösschenbrücke, wegen der das Dresdener Elbtal von der Welterbe-Liste gestrichen worden war. Bei der Neptun handele es um ein authentisches technisches Gerät, das zudem beweglich sei. Das Schiff könne in Nähe des Weltkulturerbes "einen schönen Punkt setzen, denn ins Wasser gehören Schiffe. Wenn die Saar, wie es im Moment an dieser Stelle geschieht, der Bevölkerung zugänglich gemacht wird, dann kann sie damit auch sichtbarer, greifbarer und erfahrbarer werden", sagt Grewenig.Der Liegeplatz der Neptun im Gewerbehafen bei Fürstenhausen ist nach SZ-Informationen zum Jahresende gekündigt. Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Saarbrücken kann nach eigenen Angaben dem Schiff keinen Liegeplatz bei Völklingen einräumen, hat aber als Alternative einen Platz an der Staustufe Rehlingen angeboten. Von Seiten der Marinekameradschaft Völklingen hieß es auf Frage zum Stand der Dinge nur: "Kein Kommentar."