Gipfeltreffen soll die Völklinger Kirmes retten

Gipfeltreffen soll die Völklinger Kirmes retten

Den Kirmesveranstaltungen in Völklingen droht das Aussterben. Dementsprechend schlug nun der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung Alarm. Bei einem Treffen mit den Schaustellern soll über neue Impulse gesprochen werden.

Die Kirmes in Ludweiler lebt - auch dank eines Rahmenprogramms von Ortsrat, Gewerbetreibenden und Vereinen. In Alt-Völklingen, der Stadt in ihren Grenzen vor der Gebietsreform, sieht dagegen die Lage düster aus, wie der Völklinger Ortsrat in seiner Sitzung am Mittwochabend zur Kenntnis nehmen musste. Beim Tagesordnungspunkt "Kirmesbelegungsplan 2015" war mangels Masse nicht viel entscheiden. Die Völklinger Osterkirmes ist bereits auf den Bereich Rathausplatz/Hindenburgplatz reduziert. Sie soll dort vom 4. bis 12. April stattfinden. Die Kirmes in Geislautern ist nun vom 15. bis 18. August terminiert, verzeichnet aber nur noch vier Schausteller. Die Kirmes in Fürstenhausen soll sogar ausfallen, nachdem sich nur eine Schaustellerin beworben hat. Zwei Termine sind noch in der Schwebe: Mit der Planung für das Saarfest wankt auch die Wehrdener Kirmes. Auch die Völklinger Herbstkirmes ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Klaus Hilgers, Vorsitzender der SPD-Ortsratsfraktion, warnte vor einem "langsamen Dahinsterben". Er forderte dazu auf, auch an andere Orte für die Völklinger Kirmes, zum Beispiel den Platz beim Weltkulturerbe, zu denken. Dort könne dann auch das Riesenrad stehen, das Anziehungspunkt beim vergangenen Saarfest in Wehrden gewesen sei.

Für Wolfgang Lorenz (Grüne) tat sich die Frage auf, warum man "nicht alles auf einen Platz" konzentriere. Auch ein Riesenrad verliere an Attraktivität, wenn es mehrmals pro Jahr auftauche. Die Völklinger Kirmes sei bereits vor Jahrzehnten einmal am Dahinsterben gewesen, doch damals hätten die Geschäftsleute die Veranstaltung "Schmatztage" ins Leben gerufen. Davon habe auch die Kirmes profitiert. Es sei zudem nicht einsichtig, warum man nun den Jahrmarkt von der Kirmesfläche weg in die Innenstadt verlegt habe.

"Wenn die Kirmes stirbt, stirbt auch ein Teil unserer Kultur", sagte CDU-Ortsratsfraktionschef Uwe Steffen. Rettung soll jetzt ein Treffen des Ortsrates mit allen einschlägigen Schaustellern bringen. Ortsvorsteherin Monika Roth (parteilos) hat als Termin eine Ortsratssitzung am 10. Juni ins Auge gefasst.