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Gewerkschaft Verdi ruft zum Warnstreik am Mittwoch in Völklingen auf.

Kundgebung mit Abstand vor dem Rathaus : Warnstreik am Mittwoch in Völklingen

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes werden am Mittwoch unter anderem die Müllabfuhr, Kitas und die Stadtreinigung bestreikt.

Die Gewerkschaft Verdi Rheinland-Pfalz/Saarland macht Druck im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes. Nach Saarbrücken und Neunkirchen legen Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanten am Mittwoch in Völklingen während eines Warnstreiks die Arbeit nieder, am Donnerstag folgt die Gemeinde Heusweiler. Das teilt Verdi-Tarifkoordinator Stefan Schorr mit. Ab acht Uhr werde es eine Kundgebung vor dem Neuen Rathaus in Völklingen geben. Es würden aber nicht alle Streikenden kommen, damit die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können. Beschäftigte der Müllabfuhr, der Stadtreinigung, des Bürgerbüros und der Kitas werden unter anderen zum Streik aufgerufen, sagt Schorr.

Die Kindertagesstätten Schubertstraße, Haydnstraße und Lauterbach sind am Mittwoch normal geöffnet, die in Ludweiler und der Röntgenstraße bleiben geschlossen, weil alle Erzieherinnen und Erzieher dort streiken werden, teilt Sebastian Feß, Sprecher der Stadt Völklingen mit. Alle Eltern seien informiert. In der Kita im Neuen Rathaus wird eine Gruppe für Ganztagskinder geöffnet. Die Gewerkschaft Verdi und die Komba Gewerkschaft Saarland, die Fachgewerkschaft für Beamte und Arbeitnehmer im Kommunal- und Landesdienst, habe mit der Stadtverwaltung eine Notdienstvereinbarung getroffen, sagt Feß. Die beinhalte unter anderem, dass die Telefonzentrale, die Feuerwache und das Bürgerbüro besetzt sind.

In Heusweiler wird es nach Angaben von Verdi am Donnerstag ab neun Uhr eine Kundgebung vor dem Rathaus geben. Hier werden unter anderen Beschäftigte der drei Kitas und des Bauhofs die Arbeit niederlegen.

Auch Krankenhäuser sind von den Verdi-Aktionen betroffen. Seit Dienstag, 6 Uhr, streiken die Beschäftigten der SHG-Kliniken Völklingen für 48 Stunden. Ab Mittwoch schließen sich unter anderen das Klinikum Saarbrücken, die SHG-Klinik auf dem Sonnenberg und die Knappschaftskrankenhäuser in Sulzbach und Püttlingen für 24 Stunden an, erklärt Verdi: „Die Notversorgung ist gewährleistet.“ Die Gewerkschaft will Druck machen vor der Verhandlungsrunde am 22. und 23. Oktober in Potsdam. Die Arbeitgeber hätten bisher noch kein Angebot vorgelegt, kritisiert Schorr.