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Genehmigung für Minarett ist sicher

Genehmigung für Minarett ist sicher

Völklingen. Die Aufregung hat sich gelegt - in den politischen Gremien der Stadt Völklingen werden die Pläne der muslimischen Gemeinde in Wehrden, ihre dortige Moschee um Kuppeln und ein Minarett zu erweitern, jetzt recht gelassen behandelt. Das zeigte sich am Dienstagabend, als der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Völklinger Stadtrates tagte

 So stellt sich die muslimische Gemeinde in Wehrden Kuppeln und Minarett auf ihrem Moschee-Gebäude vor. Die Fotomontage zeigt korrekte Größenmaßstäbe und auch die geplante Farbgestaltung, angepasst an die Farbigkeit der Fassade. Bild: Selimiye-Moschee/ Ditib
So stellt sich die muslimische Gemeinde in Wehrden Kuppeln und Minarett auf ihrem Moschee-Gebäude vor. Die Fotomontage zeigt korrekte Größenmaßstäbe und auch die geplante Farbgestaltung, angepasst an die Farbigkeit der Fassade. Bild: Selimiye-Moschee/ Ditib

Völklingen. Die Aufregung hat sich gelegt - in den politischen Gremien der Stadt Völklingen werden die Pläne der muslimischen Gemeinde in Wehrden, ihre dortige Moschee um Kuppeln und ein Minarett zu erweitern, jetzt recht gelassen behandelt. Das zeigte sich am Dienstagabend, als der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Völklinger Stadtrates tagte. Zunächst sollte sich das Gremium in nichtöffentlicher Sitzung mit der "Zustimmung des Stadtrates zum Erlass eines positiven Bauvorbescheides" für das Projekt befassen. Doch Fraktionen und Verwaltung einigten sich - wie schon kurz gemeldet - rasch, auf einen Beschluss zu verzichten. Paul Ganster von der Linken-Fraktion beantragte sogar, den Punkt ganz zu streichen: Über die Bauvoranfrage der Gemeinde habe allein die Verwaltung zu entscheiden - und, so sagte Ganster an die Adresse von Oberbürgermeister Klaus Lorig, "es gibt keinen Grund, Ihre Verantwortung auf den Stadtrat zu delegieren". Der Antrag wurde abgelehnt, das Thema blieb. Aber nur informationshalber. Eine Genehmigung fürs Minarett, daran ließ Lorig keinen Zweifel, werde es aus rechtlichen Gründen auf jeden Fall geben.Im Vorfeld hatte die Linken-Ratsfraktion bereits eine Genehmigung gefordert für das "Türmchen". Der stellvertretende Ortsvorsteher Stefan Kreth, ebenfalls der Linken zugehörig, die CDU und die Gruppe Pro Völklingen hatten Bedenken angemeldet. Für die SPD, die bisher nicht Position bezogen hatte, sagte deren Vorsitzender Erik Kuhn auf SZ-Nachfrage, er habe keine Bedenken, wenn es bei den geplanten Bau-Maßen - acht Meter Höhe, 1,2 Meter Durchmesser - bleibe. Und wenn klar festgelegt werde, etwa durch einen Eintrag ins Grundbuch, dass das Minarett nicht für Muezzin-Rufe dienen solle.