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Gegendemonstranten organisieren sich

Völklingen. Die Teilnehmer der Demonstrationen von „Sturmdivision Saar“ am Samstag und „Sagesa“ werden auf Gegendemonstranten treffen. Nach den Linken rufen nun auch IG Metall und Rita Wild zum Farbe bekennen auf. Alexander Manderscheid

Wenn die als rechtsextrem eingestufte Initiative "Saarländer gegen Salafisten" (Sagesa) sich am Montag in der unteren Poststraße zu ihrer Demonstration in Bewegung setzt, wird es nicht ihr erster Auftritt in Völklingen sein. Im November vergangenen Jahres nahmen etwa 250 Menschen an ihrer "Mahnwache" auf dem Hindenburgplatz teil, 300 Gegendemonstranten zählte damals die Polizei . Diesmal werden es wohl weniger sein. Für Sagesa hat deren Kopf Sascha Wagner, eine regionale NPD-Größe, 50 Teilnehmer angemeldet, wie Christina Hennrich, die zuständige Fachbereichsleiterin der Stadt Völklingen , mitteilt. Die Route steht inzwischen fest: Nachdem Sagesa um 18.30 Uhr in der unteren Poststraße zu ihrem "Abendspaziergang" gestartet ist, wandert sie die Poststraße hoch, biegt nach rechts in die Gatterstraße ab, dann nach rechts in die Moltkestraße, nach links in die Cloosstraße und hält schließlich auf dem Rathausplatz.

Dabei wird sie zwei Mal Gegendemonstranten begegnen. Denn Pfarrerin Rita Wild von der evangelischen Versöhnungskirche hat "spontan", wie sie und Christina Hennrich sagen, eine Gegenveranstaltung angemeldet. Nachdem die Jusos von Völklingen ihr Unterstürzung zugesagt haben, hofft Wild auf weitere Teilnehmer. Diese Kundgebung startet um 18.30 Uhr bei der Versöhnungskirche zunächst auf dem Vorplatz Richtung Poststraße, um dann nach dem Durchmarsch von Sagesa auf den Platz in Richtung Moltkestraße zu wechseln.

Das Motto lautet "Hand in Hand für den Frieden gegen Rechts". Rita Wild: "Wir wollen zeigen, dass Völklingen für ein gutes Miteinander steht." 150 Personen hat sie offiziell angemeldet.

Auch die IG Metall Völklingen um ihren ersten Bevollmächtigten, Robert Hiry, ruft zu einer Gegenkundgebung in Völklingen mit Fahnen und Transparenten auf, "um ein Zeichen gegen rechte Propaganda" zu setzen, wie es in ihrer Pressemitteilung heißt. Sie ruft alle auf, sich mit ihr um 18.30 Uhr vor der Stadtsparkasse in der Bismarckstraße zu treffen.

An selber Stelle will die IG Metall auch an diesem Samstag, 11.45 Uhr, ein Zeichen gegen Rechts setzen, wenn die rechtsradikale "Sturmdivision Saar " durch Völklingen maschieren wird (wir berichteten).

An beiden Tagen will die Polizei für einen friedlichen Ablauf sorgen. Die Einsätze werden von Saarbrücken aus geführt. Für Samstag erwarten die Beamten 25 Teilnehmer bei der Sturmdivison und "mehrere hundert Gegendemonstranten ", da sich der Gegenkundgebung der Völklinger Die Linke um Paul Ganster angeschlossen hätten, so die Pressestelle der Polizei . Die Partei möchte mit Eimern, Lappen und Klobürsten "dem braunen Mob hinterher putzen" (Ganster). Einzelheiten zum Einsatz beim "Abendspaziergang" von Sagesa konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Stefan Rabel , Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, bezeichnet in einer Pressemitteilung die Linke als Kämpfer gegen Extremismus als unglaubwürdig. "Eine Partei, die gewalttätige Ausschreitungen wie kürzlich in Frankfurt rechtfertigt und unterstützt, besitzt keine Glaubwürdigkeit im Kampf gegen politischen Extremismus!" Die Aktivitäten der Linken in Völklingen gegen die Demonstrationen von kommenden Samstag und Montag könnten nicht ernst genommen werden. Gleichzeitig richtet sich Rabel in seiner Pressemitteilung gegen die Aufmärsche von Sturmdivision und Sagesa. "Die CDU in Völklingen lehnt die Inhalte und Ziele der kommenden Demonstrationen von Neonazis und Rechtsradikalen in Völklingen ab." Ihre Solidarität gelte den Polizisten, die beim Sichern von Meinungs- und Demonstrationsfreiheit riskierten, angegriffen und verletzt zu werden.