Fußballer wünschen sich Extra-Kabinen

Fürstenhausen · Die Bauarbeiten am neuen Platz und am Clubheim des SV Fürstenhausen gehen voran. Der Verein bittet nun den Stadtrat, zwei bisher nicht eingeplanten Kabinen zuzustimmen – sonst, sagt er, werde es beim Sport sehr eng. Die Kicker wollen beim Bau Eigenleistung einbringen.

 Vertreter des SV Fürstenhausen (von links Reinhold Adams, Gerhard Dernbecher und Lars Jung) studierten bei der Ratsausschuss-Sitzung Ende 2014 die Pläne für Platz und Clubheim. Foto: Jenal

Vertreter des SV Fürstenhausen (von links Reinhold Adams, Gerhard Dernbecher und Lars Jung) studierten bei der Ratsausschuss-Sitzung Ende 2014 die Pläne für Platz und Clubheim. Foto: Jenal

Foto: Jenal

Der neue Rasenplatz in Fürstenhausen ist schon fertig und voll bespielbar. Die Erdarbeiten für das neue Umkleidegebäude haben begonnen. Zwei Umkleidekabinen sind hier bisher beschlossen und geplant. Der SV Fürstenhausen appelliert nun an den Völklinger Stadtrat, einer Erweiterung auf vier Umkleidekabinen zuzustimmen. Am Donnerstag, 18. Februar, befasst sich der zuständige Ratsausschuss für Grundstücks- und Gebäudemanagement (GGM) mit dem Anliegen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Großen Saal des Neuen Rathauses.

Vereinsvorsitzender Reinhold Adams erläuterte unserer Zeitung, warum man sich mehr Räume wünscht: Der SV Fürstenhausen spiele und trainiere mit sieben Jugendmannschaften, zwei Damenmannschaften, zwei Aktiven-Mannschaften und einem Alte-Herren-Team auf diesem Platz. Dies könne bei zwei Kabinen bedeuten, dass sich um die 40 Leute einen Raum teilen müssten. Und wenn dann auch noch Damenmannschaften spielten, müssten sich "die Mädchen in der Garage umziehen".

Der städtische GGM-Betrieb hatte ursprünglich geplant, das neue Fürstenhausener Clubheim nach aktuellem Standard mit vier Kabinen zu bauen. Doch dann ruderten Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) und seine Baumeister auf zwei Kabinen zurück. Im November 2014 beschloss der GGM-Stadtratsausschuss einstimmig ein Gesamtpaket für die Fürstenhausener Fußballer: neuer Sportplatz, neue Parkplätze und Umkleide mit zwei Kabinen im Gesamtwert von rund 1,1 Millionen Euro. Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU ) machte damals als Sitzungsleiter deutlich, dass über eine mögliche Erweiterung der Umkleide (dann mit Eigenleistung des Vereins) erst zu einem späteren Zeitpunkt zu befinden wäre.

Bald wäre bereits die Bodenplatte fürs neue Gebäude zu betonieren. Und damit scheint der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen. Vereinschef Adams, der auch eine Baufirma vor Ort betreibt, will zum damaligen Wort stehen: "Wir erstellen die zwei weiteren Kabinen überwiegend in Eigenleistung ; die Stadt stellt nur das Material."

Adams hat inzwischen noch ein weiteres Argument für sich: Nachdem Oberbürgermeister Lorig das Hermann-Neuberger-Stadion zeitweise an den 1. FC Saarbrücken vermietet hat, werden auch die Oberligafußballler des SV Röchling Völklingen mindestens einmal pro Woche zum Training in Fürstenhausen auflaufen.

Für Kenner des Sportbetriebs war der Engpass mit nur zwei Umkleidekabinen schon bei der Entscheidung im November 2014 absehbar. Aber Fürstenhausener Vereinsvertreter zeigten sich damals schon froh darüber, dass es nach über einem Jahrzehnt Leben mit den schweren Bergschäden überhaupt am Sportplatz voran ging. Das Spielfeld hatte damals eine Schieflage von 1,84 Metern in der Diagonalen.

Der Verein benutzt derzeit noch sein altes Clubheim - mit zwei Umkleidekabinen.

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