Fußball macht auch Fatma Spaß

Fünftklässler der Hermann-Neuberger-Schule trainieren im Rahmen des Nachmittagsunterrichtes auf dem Gelände des SV Röchling Völklingen. Schule und Verein besiegelten nun ihre Zusammenarbeit.

Den Fünftklässlern der Gesamtschule Hermann-Neuberger macht der Unterricht sichtlich Spaß. Denn der spielt sich am vergangenen Dienstagnachmittag auf dem Kunstrasenplatz des SV Röchling Völklingen ab, und der erfahrene Jugendtrainer Herbert Sossong sorgt dafür, dass Spaß und auch der Lernerfolg nicht zu kurz kommen.

Und dazu muss nicht immer das Runde in das Eckige. "Lauft auf euren Gegenspieler zu und lasst ihn mit einer Körpertäuschung aussteigen", gibt Sossong vor. Zunächst ohne Ball, Punkte gibt es für Mannschaft Gelb, wenn der Spieler ohne Körperkontakt den Weg am Gegenspieler vorbei ins Tor findet. Der Ball kommt erst im nächsten Durchgang ins Spiel.

Die Jungs und Mädchen Fatma sind mit Feuereifer bei der Sache. An diesem Tag habe sie allerhand Zuschauer. Schulleiter Thomas Lothschütz ist dabei, Wolfgang Brenner, der Vorsitzende des SV Röchling auch. Beide wollen im Anschluss an die Übungsstunde mit Oberbürgermeister Klaus Lorig die Zusammenarbeit in einem Vertrag besiegeln.

"Beim Fußball und somit auch bei diesem Projekt geht es ja um viel mehr als nur um Fitness", weiß Lehrerin Edith Schmitt, Ehefrau des einstigen Rekord-Amateur-Nationalspielers Egon Schmitt. Der ist auch Bundesligaheld des 1. FC Saarbrücken aus den 1970er Jahren und schaut beim Training in Völklingen ebenfalls zu.

Fairness und die Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen, nennt die Pädagogin außerdem als Vorteile dieses Angebotes im Rahmen des Nachmittagsunterrichts. Damit noch nicht genug: "Außerdem stellen die Schüler die Verbindung zum Hermann-Neuberger-Stadion her und bekommen so ein ganz anderes Verständnis für den Namensgeber ihrer Schule", meint Edith Schmitt.

Fatma bewundert sie für ihren Mut, sich als einziges Mädchen in der Gruppe für dieses Wahl-Angebot entschieden zu haben: "Sie wird sich in dieser Gruppe behaupten müssen, eine wertvolle Erfahrung für sie."

Sollte über die Wintermonate nicht weiter auf dem Kunstrasenplatz trainiert werden können, werde die Truppe in den Hallen trainieren, die der Hermann-Neubergerschule zur Verfügung stehen: etwa in der Hans-Netzer-Halle in der Gatterstraße.

Fußball von der Pike auf zu lernen, nützt nicht nur den Schülern. Der Verein hat die Möglichkeit, sich junge Fans zu erarbeiten oder sogar ein Talent unter den jungen Leuten auszumachen. "Eine Kooperation, aus der alle Beteiligten einen Nutzen ziehen können", unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Lorig .