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Kolumne
Wenn das Fingerspitzengefühl nachlässt

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Mit manchen Kleidungsstücken muss man mit steigendem Alter häufiger kämpfen. Aber für jedes fummelige Häkchen findet sich auch eine Lösung. Von Monika Kühn

Sie kennen das. Schnell noch die Kette umgelegt, die Bluse oder das Kleid übergezogen, und man ist ausgehbereit. Doch nicht immer geht’s schnell. Denn da sind die kleinen Verschlüsse an den Schmuckstücken, die ach so kleinen Knopflöcher und die langen Reißverschlüsse. Ich habe wirklich keine dicken Finger, auch die Feinmotorik ist noch in Ordnung, schließlich mache ich oft noch filigrane Handarbeiten, aber bei zwei  meiner Ketten, einer Bluse, eigens zum Theaterspielen angeschafft, und einem Kleid, das ich mir zur Hochzeit meines Neffen gekauft habe, kapituliere ich (fast) regelmäßig. Gut, bei den Ketten kann man sich helfen, einfach einen größeren Verschluss dran machen lassen. Solche Verschlüsse sind allerdings nicht eben billig. Oder nur noch Ketten kaufen, die über den Kopf gehen. Die Hersteller müssten doch wissen, dass Schmuckstücke in einer gewissen Preisklasse selten von jungen Mädchen gekauft werden, deren „Fingerspitzengefühl“ noch top in Ordnung ist. Mehr als die kleinen Verschlüsse ärgern mich die kleinen Knöpfe mit den noch kleineren Knopflöchern. Nicht immer ist jemand da, der einem helfen kann. Oft habe ich deshalb schon etwas anderes angezogen, weil das Zuknöpfen auf die Schnelle nicht geklappt hat. Aber auch da zeigen die Händler kein Verständnis. Sie müssten doch wissen, für welche Altersgruppen sie Kleidungsstücke produzieren und dass dann kleine Knöpfe fehl am Platz, sprich an der Bluse, sind.


Doch man/frau ist erfinderisch. Ein einfacher Druckknopf kann Abhilfe schaffen. Und bei den langen Reißverschlüssen an Kleidern geht’s noch einfacher.

Da binde ich mir ein dünnes Seilchen an den Reißverschluss und ziehe ihn einfach hoch. Klappt fast immer. Manchmal habe ich dann aber das Problem, das Seilchen aus der Öse des Reißverschlusses zu bekommen.