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Fürstenhausen-Rundgang
Fürstenhausens schöne Seiten

Völklingens Ortsrat auf Rundgang in Fürstenhausen: Die Kommunalpolitiker schauten auch auf dem neuen Bolzplatz vorbei.
Völklingens Ortsrat auf Rundgang in Fürstenhausen: Die Kommunalpolitiker schauten auch auf dem neuen Bolzplatz vorbei. FOTO: Thomas Annen
Fürstenhausen. Völklingens Ortsrat war am Dienstagnachmittag unterwegs durch den Stadtteil. Er sparte dabei freilich Problempunkte weitgehend aus. Von Thomas Annen

Weil viele Mitglieder fehlten, war der Völklinger Ortsrat bei seiner Sitzung am Dienstagnachmittag nicht beschlussfähig. Wichtige Abstimmungen sah die Tagesordnung aber sowieso nicht vor. Im Mittelpunkt stand ein Rundgang durch Fürstenhausen. Immer wieder besuchen die Kommunalpolitiker Stadtteile, für die sie zuständig sind. Vor Ort können die Bewohner ihre Wünsche, Sorgen und Anregungen mitteilen.  Die Resonanz ist unterschiedlich, diesmal schloss sich eine Bürgerin an. Auch der zukünftige Bürgermeister Christof Sellen (CDU) war mit von der Partie.


„Wir haben in Völklingen einen Wirtschaftswald“, sagte der stellvertretende Ortsvorsteher Uwe Steffen (CDU) mit Blick auf aktuelle Bürgerbeschwerden über gefällte Bäume. Soll heißen: Die Holzernte im Wald schafft nicht nur Platz für nachwachsende Bäume, durch den Verkauf der Stämme wird auch Geld eingenommen.

Steffen war für den Rundgang verantwortlich und hatte die Route festgelegt. Er wolle die schönen Dinge zeigen, betonte er beim Start. Die ewigen Nörgler habe er satt. Wolfgang Lorenz (Grüne), der wie Steffen in Fürstenhausen lebt, hätte gerne auch Problempunkte im Stadtteil besichtigt. Aber es blieb schließlich bei den von Steffen festgelegten Stationen.

Zunächst ging es zum neuen Bolzplatz. Seit Herbst vorigen Jahres kickt der Nachwuchs dort. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hatte sich in einer Vereinbarung mit einer Anwohnerfamilie verpflichtet, die nur wenige Meter entfernte alte Anlage an der Neuwaldstraße zurückzubauen. Der neue Bolzplatz werde relativ stark genutzt, versicherte Steffen. Während des Politikerbesuchs spielten einige Jungs Basketball.

Ordentlich Betrieb soll bald auch in der Ortsmitte herrschen. In dem Bereich, in dem früher das Palais Royal stand, wurde ein Festplatz gebaut. Noch muss das Gras wachsen. Später werden dann Rasenbänder die befestigte Fläche durchziehen. Die neue grüne Mitte soll für Märkte, Feste oder Konzerte genutzt werden und sich zum zentralen Treff- und Kommunikationspunkt des 2300-Einwohner-Stadtteils entwickeln. Die Anlage entsteht zwischen Saarbrücker Straße und Sportplatz. Steffen kündigte an, dass das Dorffest im Sommer auf dem neuen Platz stattfinden soll.



Die Kinder können bald auf dem Spielplatz toben. Ältere Semester spazieren dann im Park oder plaudern bei einer Partie Boule. Aus dem Ortsrat gab es einige Anregungen. Die Mitglieder wünschen sich umklappbare Poller am Rande der Anlage. So soll verhindert werden, dass die schmucke Fläche als Parkplatz missbraucht wird.

„Fürstenhausen ist für die Zukunft relativ gut aufgestellt“, bilanzierte Steffen nach dem rund einstündigen Rundgang im Feuerwehrgerätehaus. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die Grundschule und die beiden Kindergärten. Für die Zukunft wünscht sich Steffen einen Versammlungsraum  für Vereine. „Was uns fehlt, sind Geschäfte“, sagte Wolfgang Lorenz.

Der stellvertretende Völklinger Ortsvorsteher Uwe Steffen (CDU, rechts) erläutert den Festplatz in der neu gestalteten Fürstenhausener Ortsmitte.
Der stellvertretende Völklinger Ortsvorsteher Uwe Steffen (CDU, rechts) erläutert den Festplatz in der neu gestalteten Fürstenhausener Ortsmitte. FOTO: Thomas Annen