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Fürstenhausen: SPD warnt vor einer "unendlichen Geschichte"

Fürstenhausen: SPD warnt vor einer "unendlichen Geschichte"

Fürstenhausen. Fast überall wurden die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Erik Kuhn (Foto: SZ) und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Norbert Degen (Foto: hj) mit den Langzeitfolgen des Bergbaus konfrontiert. Vielerorts sieht man nun große Grünflächen da, wo vor Wochen und Monaten noch Häuser standen

Fürstenhausen. Fast überall wurden die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Erik Kuhn (Foto: SZ) und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Norbert Degen (Foto: hj) mit den Langzeitfolgen des Bergbaus konfrontiert. Vielerorts sieht man nun große Grünflächen da, wo vor Wochen und Monaten noch Häuser standen. "Aber damit ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht", erläuterte Degen und zeigte auf die Häuser in der Saarbrücker Straße mit den Hausnummern 69, 71 und 73 sowie die benachbarten Anwesen in der Viktoriastraße Nummer 2, 4 und 6, die vermutlich im nächsten Jahr dem Erdboden gleichgemacht würden. "Insgesamt werden in Fürstenhausen noch rund 40 Häuser abgerissen und wir hoffen, dass das keine unendliche Geschichte wird", so Degen. Ein Ärgernis ist, dass beim Abriss Schreddermaschinen verwendet werden, wodurch Anwohner sehr stark durch Lärm und Staub belästigt würden. Die Ortsteilbegehung führte auch zu Stellen, wo die Stadt korrigierend eingreifen kann. So wünscht sich der SPD-Ortsverein in der Saarbrücker Straße in Höhe der Zechenstraße einen Fußgängerüberweg, da die Zechenstraße zum Globus-Baumarkt und dem Lidl führt und deshalb stark frequentiert ist. Weiter führte der Weg zum Grundstück der ehemaligen Wohnanlage Uttersbergstraße/ Ecke Kurt-Schuhmacher-Straße. Dieses Grundstück ist mittlerweile total verwildert und verwahrlost. Da die ehemaligen Kanäle verschlossen worden seien, laufe, so Anlieger, das Wasser bei starken Regenfällen auf die benachbarten Grundstücke. Die städtische Wohnungsgesellschaft GSW wurde aufgefordert, hier Hand anzulegen. Aus "unerklärlichen Gründen", hieß es, sei der Verkehrs-Spiegel an der Einfahrt Olk-/ Freiherr-vom-Stein-Straße entfernt worden. Dadurch sei es, so beschwerten sich Anlieger, oft nur schwer möglich, gefahrenfrei in Richtung Fürstenhausen-Mitte abzubiegen. Als Schandfleck präsentierte sich das Anwesen Freiherr-vom-Stein-Straße 2 kurz vor dem Kreisel. Dieses leer stehende Haus müsse nun endlich abgerissen werden, befanden Kuhn und Degen. Bürgerbeteiligung wünscht sich der SPD-Ortsverein bei der geplanten Neugestaltung der Zufahrt zur Karolinger Straße. Eine Möglichkeit wäre die Schaffung einer dritten Abbiegespur zu den Saarwiesen oder eine Kreisellösung. Dringenden Sanierungsbedarf sah die SPD-Fraktion bei der Schulturnhalle der Waldschule. Sie berge Unfallgefahren. hla