Für Glühwein war es kalt genug

Den Beginn der Adventszeit haben viele Völklinger und Großrosseler Vereine und Gruppen mit Weihnachtsmärkten gefeiert. In Luisenthal und Dorf im Warndt ging es familiär und gemütlich zu.

Andächtig bestaunen die Kinder auf dem Luisenthaler Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der freiwilligen Feuerwehr den Nikolaus. Mit seiner Bischofsmütze kommt er langsam die Auffahrt hinauf und spaziert, geleitet von vier Jugendfeuerwehrleuten als Fackelträger, zwischen den Ständen hindurch, winkt gütig seinen kleinen Anhängern und grüßt freundlich: "Ho, ho, ho." Schließlich erreicht Rafael Mailänder, der am Samstag einmal mehr in die Rolle des Nikolaus geschlüpft ist, die Treppe des einstigen Schulhauses. Dort warten unter anderen all die Kinder des Kindergartens, die ihn eben noch mit der Weihnachtsbäckerei herbei gesungen haben. "Macht dem Nikolaus mal ein bisschen Platz", muss Löschbezirksführer Heiko Schlang jetzt auffordern, sonst ist kein Durchkommen möglich. Gut besucht also der Luisenthaler Weihnachtsmarkt, bei dem unter den 16 Teilnehmern der Verein Guggemol seine Premiere feiert. Der Stand mit den heißen Getränken ist sehr beliebt; obendrein musiziert die Bläserabteilung des Musikvereins immer wieder weihnachtlich. "Das ist unser 19. Weihnachtsmarkt, nächstes Jahr wird es dann rund", blickt Schlang bereits voraus.

Ein Schwibbogen im Ortszentrum weist den Besuchern im Warndtdorf den rechten Weg zum Weihnachtsmarkt auf dem ehemaligen Schulgelände. Solch hell beleuchtete Bögen stammen eigentlich aus dem Erzgebirge; ihre halbrunde Form soll an den Eingang in ein Bergwerk erinnern. Passt also auch prima in den vom Kohle-Bergbau geprägte Großrosseler Ortsteil. Wer den Weihnachtsmarkt betritt, muss durch einen weiteren Bogen schreiten, dahinter warten die Vereine mit ihren Angeboten. Die Warndtkater sorgen nicht nur für leckere Crêpes, sie stellen auch die Technik, die weihnachtliche Musik abspielt. Der Fußballclub lockt mit heißem Viez, während die freiwillige Feuerwehr als Standnachbar zum Stockbrotbacken einlädt. Selbstgebackenes haben die Mitglieder des Vereins Pfiffikus im Angebot, bei der Siedlergemeinschaft wärmen sich Frierende bei Jager- und Wintertee. Die Arbeiterwohlfahrt versucht dagegen mit einem Flohmarkt zu punkten.

All die Puzzleteile ergeben einen idyllischen Weihnachtsmarkt, auf dem es sich auch prima plaudern lässt. "Ich bin heute zum ersten Mal hier und muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt", lobt Heinrich Meier, der sich mit Einheimischen verabredet hat. Weiter meint er: "Gut, dass es für dieses Jahr zum ersten mal knackig kalt geworden ist, denn bei den milden Temperaturen der Vorwochen hätten Glühwein und Co nicht geschmeckt." > Weiterer Bericht folgt.