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Schwacher Besuch in Wehrden
Fronleichnamsprozession in der Kirche

Messdiener und Kommunionkinder begleiten Diakon Christoph Storb und Pfarrer Axel Maria Kraus auf dem Weg durch die Kirche.
Messdiener und Kommunionkinder begleiten Diakon Christoph Storb und Pfarrer Axel Maria Kraus auf dem Weg durch die Kirche. FOTO: Andreas Lang / Picasa
Wehrden. Witterung mit Blitz und Donner spielte Gläubigen in der Gemeinde St. Hedwig einen Streich. Von Andreas Lang

(al) Bei Fronleichnam handelt es sich um einen fröhlichen Feiertag. Denn das ist der Tag, an dem die katholischen Christen ihren Glauben aus den Kirchenmauern hinaus tragen. Mit einer feierlichen Prozession mitten in die Gemeinde hinein.


Und so hat es eigentlich auch die Pfarreiengemeinschaft Heilig Kreuz im Warndt für den Gemeindebezirk St. Hedwig in Wehrden geplant: Der Gottesdienst sollte ursprünglich auf dem Schulhof der Wehrdener Regenbogenschule stattfinden, danach sollte die Prozession die Gläubigen zur Pfarrkirche St. Hedwig führen, wo dann gemeinsam zu Mittag gespeist werden sollte.

Aus „organisatorischen Gründen“ hat die Gemeinde das kurzfristig abgesagt. Zu ungewiss die Wetterlage, nachdem es am Vorabend, begleitet von allerhand Blitz und Donner, teilweise schon sintflutartig gegossen hatte und die Niederschlagswahrscheinlichkeit auch am Feiertag als hoch eingestuft worden war. Wohl aber auch, weil sich auch deshalb bereits vorher ein schwacher Besuch abgezeichnet hat.

Etwas mehr als 100 Gläubige besuchten schließlich die Messe, bei der die Kommunionkinder noch einmal wichtige Funktionen zu übernehmen hatten. Etwa, unterstützt von Gemeindereferentin Martina Scholer, die Fürbitten vorzulesen. Den für einen hohen Feiertag schwache Besuch kommentierte dann auch Pfarrer Axel Maria Kraus in seiner Predigt: „Zu den Geburtstagen der Menschen ist es doch Sitte, sie hoch leben zu lassen.“ Und so sollten Christen auch zu den wichtigen Jahren des Kirchenjahres Jesus Christus die Ehre erweisen. Den Anwesenden gab er auf, sich für den Frieden zu engagieren – getreu den Schlussworten eines jeden Gottesdienstes: „Gehet hin in Frieden.“

Eine Prozession im kleinen Rahmen sollte es dann „nun, da ihr gesegnet seid“, doch noch geben – und sei es nur innerhalb der Kirchenmauern. Gemeinsam mit Diakon Christoph Storb als Monstranzträger begleitete Pfarrer Kraus den Umzug aus Messdienern und Kommunionkindern.