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Friseursalon mit HerzWas Wehrdener an ihrem Stadtteil besonders mögen

Friseursalon mit HerzWas Wehrdener an ihrem Stadtteil besonders mögen

Wehrden. Bereits seit dem Jahr 1912 lassen sich die Wehrdener Bürger von Familie Tamblé die Haare schneiden. Vor sieben Jahren übernahm Andrea Tamblé-Zimmer den Salon von ihrem Vater. Die 41-jährige Friseurmeisterin führt das Familienunternehmen in vierter Generation

 Riza Oral Foto: Kulas (sol.de)
Riza Oral Foto: Kulas (sol.de)

Wehrden. Bereits seit dem Jahr 1912 lassen sich die Wehrdener Bürger von Familie Tamblé die Haare schneiden. Vor sieben Jahren übernahm Andrea Tamblé-Zimmer den Salon von ihrem Vater. Die 41-jährige Friseurmeisterin führt das Familienunternehmen in vierter Generation. "Ich kann mein Geld dort verdienen, wo ich gerne lebe", sagt die Geschäftsführerin in den Räumen von Haarmoden Tamblé. Früher wohnte sie direkt über dem Salon in der Schaffhauser Straße. Vor elf Jahren zog sie dann in das neue Haus ins obere Wehrden. Neben Ehemann Thomas Zimmer und den Kindern Michelle und Chantal fühlen sich dort auch die beiden Dalmatiner der Familie pudelwohl. Vom Haus im Elsterweg ist es nur ein Katzensprung bis in den Wald, und über die nahe Autobahn ist man auch schnell in Saarbrücken oder Saarlouis. Dank des regen Vereinslebens und der engagierten Bürger, so Tamblé-Zimmer, hat Wehrden einiges zu bieten. Das Saarfest lockt im Sommer zehntausende Besucher aus dem ganzen Saarland an die Schiffsanlegestelle. Und an Weihnachten kommt der Nikolaus übers Wasser geschippert, um die Kinder zu bescheren. "Wehrden ist sehr familiär, jeder kennt jeden", betont Tamblé-Zimmer. Eine Kollegin bringt ihr zurzeit das Reiten bei, und auch zu vielen Kunden pflegt sie ein freundschaftliches Verhältnis. Die Damen und Herren werden mit einem Kaffee oder einem Gläschen Sekt verwöhnt, und beim Haare schneiden bleibt immer Zeit für einen kleinen Plausch. Zurzeit wird natürlich der geplante Minarettbau heiß diskutiert. Im Salon selbst gibt es keine Integrationsprobleme. Zum zwölfköpfigen Team gehören zwei Türkinnen und zwei Italienerinnen. Schon so manche junge Türkin hat den Salon mit einer festlichen Hochzeitsfrisur verlassen. Neben der Chefin fühlen sich auch die einheimischen Kunden wohl in Wehrden. "Ich kann mir nicht vorstellen, woanders zu leben", versichert Rita Beck und lobt den großen Zusammenhalt der Nachbarn in der Pfarrwiesstraße. Die 69-Jährige lebt seit ihrer Geburt in Wehrden. Auch in jüngeren Jahren hat sie nie mit dem Gedanken gespielt, wegzuziehen. Wehrden. Die Menschen sind es, die einen Ort ausmachen. Deshalb berichten Wehrdener derzeit in der Saarbrücker Zeitung , warum sie gern in ihrem Stadtteil leben, warum sie sich dort wohl fühlen, warum Wehrden für sie Heimat bedeutet. "Ich lebe gerne in Wehrden, weil ich mich dort wohl fühle und man dort leicht einkaufen kann."Riza Oral, 65