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Freundeskreis für Musik in der Versöhnungskirche Völklingen eröffnet Orgelfestival

Chorkonzert in Völklingen : An allen Seiten von Bachs Musik umschlossen

Ein außergewöhnliches Konzert mit wanderndem Chor, Posaunen und Orgel in der Versöhnungskirche Völklingen.

Zu einem festlichen Konzert zum Jahresbeginn mit Chor, Posaunen und Orgel hatte der Freundeskreis für Musik am Sonntag in der Versöhnungskirche Völklingen eingeladen. Im Rahmen des 18. grenzüberschreitenden Orgelfestivals Forbach-Völklingen sang der deutsch-französische Projektchor unter Leitung von Thierry Ferré, an der Orgel unterstützt von den Organisten Andreas Mehs und Lutz Gillmann, begleitet  durch ein vierköpfiges Bläserensemble.

„In den mittleren Blöcken ist die Akustik am besten“, erklärt eine junge Frau den Besuchern am Eingang der Kirche – und sie soll Recht behalten. Die Unterteilung der Sitzreihen in Blöcke geschieht durch drei Gänge. Und durch eben diese zieht der Chor gemessenen Schrittes auf den Altarbereich zu. Dabei singen die rund 30 Männer und Frauen ein altes, aus den Anden stammendes Kirchenlied, begleitet durch Orgel, Bläser und eine einzelne, einen langsamen Rhythmus schlagende Trommel. Äußerst effektvoll!

Was folgt sind weitere Kirchenlieder, wie Knut Nystedts „I will praise thee“ oder Guiseppe Pitonis „Cantate domino“. Und dazwischen immer wieder Orgelstücke Johann Sebastian Bachs. Dabei bleibt das ganze Ensemble in Bewegung: Mal steht der Chor zusammen, mal getrennt. Mal sind die Bläser auf der Kanzeltreppe zu finden, mal stehen sie inmitten des Chors, dann wieder hinter ihm.

Hier hat sich jemand Gedanken über die Wirkung des Klangs gemacht, denn jede Umstrukturierung der Musikerinnen und Musiker bringt eine Veränderung des Klangbildes mit sich.

Für die letzten drei Lieder verteilt sich der Chor auf der den Raum umspannenden Empore, singt von allen Seiten auf das Publikum herab – was einen schönen „Surround-Effekt“ bringt. So wird das Publikum von Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ regelrecht umschlossen und Colin Mawbys „Alleluia“ mit den helltönenden Fanfaren der Blechbläser ist ein feierlicher Abschluss dieses besonderen Konzerts.