Freude über 25 Jahre Engagement

Zunächst half der Freundes- und Förderkreis nach seinem Start im Jahr 1989 dem Völklinger Krankenhaus St. Michael. Nach dessen Schließung konzentriert er sich nun auf das Alten- und Pflegeheim St. Josef.

Der Freundes- und Förderverein des Alten- und Pflegeheims St. Josef in Völklingen kann zufrieden auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert zurückblicken. Am Dienstagabend ließen die Mitglieder die Sektkorken knallen und die wechselvolle Geschichte des Vereins Revue passieren.

Die Idee zur Gründung des Fördervereins stammte von Völklingens Ehrenbürgerin Gustl Walisch, die die Vereinigung am 5. Januar 1989 ins Leben rief. Die heutige Ehrenvorsitzende war es auch, die zahlreiche Mitglieder anwarb und sich mit Feuereifer um das Beschaffen von Spenden kümmerte. Ursprünglich war der Verein zur Förderung des Völklinger St. Michael-Krankenhauses gegründet worden. "Unser Ziel war es, das Krankenhaus ideell und materiell zu unterstützen", sagt der erste Vorsitzende Hans-Werner Westermann. Ein Laufband für die Herzsportgruppe sowie eine Videobildüberwachung im Operationssaal konnten mit Hilfe des Vereins realisiert werden. 1993 stand dann die Frage im Raum, ob das Alten- und Pflegeheim St. Josef auch einen Förderverein bekommen sollte. "Statt eine neue Organisation zu gründen, wurde beschlossen, den bestehenden Förderverein auf beide Einrichtungen auszudehnen", erzählt Westermann.

Es ist das erste Mal, dass der Verein ein Jubiläum groß feiert. Beim 10. und 15. Geburtstag bestand laut Westermann noch nicht das Bedürfnis dazu. Und 20 Jahre nach der Gründung gab es für den Verein keinen Anlass zur Freude. Zu den schwärzesten Stunden seiner Geschichte gehört die Schließung des St. Michael-Krankenhauses am 1. April 2009. "Ein Verein, der angetreten ist, um ein Krankenhaus zu unterstützen, das es nun nicht mehr gibt, gerät zwangsläufig in schwieriges Fahrwasser", so Westermann. "Wir waren verärgert und emotional betroffen. Niemandem war zum Feiern zumute." Der Verein blieb aber weiterhin bestehen und konzentrierte sich fortan auf das Alten- und Pflegeheim St. Josef.

"In den 25 Jahren kamen für Heim und Krankenhaus 130 000 Euro zusammen", berichtet Westermann stolz. Der Verein trug in den vergangenen Jahren dazu bei, dass St. Josef zwei Hochbeete, Duschrollstühle und einen mobilen Sinneswagen, einen so genannten Snoezelwagen, bekam. "Der Wagen hilft dementen Personen dabei, ihre akustische, visuelle und motorische Wahrnehmung zu verbessern", erklärt Westermann. Gerne erinnert er sich auch daran, das St. Michael-Krankenhaus Anfang der 90er Jahre bei der Einrichtung einer Palliativstation unterstützt zu haben. Finanziert wurden all diese Projekte durch Spenden und mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge.

Aktuell hat der Verein rund 100 Mitglieder. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 70 Jahren, was der Aktivität und dem Engagement jedoch keinen Abbruch tut. 19 Personen sind seit den Anfängen mit dabei, darunter Ludwiga Reichert und Michael Grün, die bis heute im Vorstand tätig sind, und Westermann selbst - sowohl 1989 als auch aktuell amtierender erster Vorsitzender. Der Verein steht in engem Kontakt mit der Heimleitung und dem Pflegedienst von St. Josef.

"Sie kommen auf uns zu, wenn es Vorschläge für neue Anschaffungen gibt", so Westermann. "Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir das Heim mit Dingen, die schön oder nützlich sind, aber nicht unbedingt zu den eigentlichen Leistungen des Heims gehören. Das Ganze geschieht auf vertrauensvoller Basis."