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Freibad-Spaß in Völklingen fällt wohl aus

Stadtrat entscheidet am Donnerstag : Freibad-Spaß in Völklingen fällt wohl aus

Das Freibad zu, dafür das Hallenbad früher auf - diesen Vorschlag der Verwaltung wird der Stadtrat in der Sitzung am Donnerstag wahrscheinlich absegnen.

Der Stadtrat wird in der Sitzung am Donnerstag wahrscheinlich dem Vorschlag der Verwaltung folgen, dass das Völklinger Freibad geschlossen bleibt. Die Stadt bräuchte mindestens sechs Wochen Vorbereitungszeit, um das Freibad zu öffnen, erklärt Heinz Beck, Fachbereichsleiter technische Dienste, am Mittwoch. Unter anderem dauere das Abpumpen des alten Wassers und das Reinigen der Becken und Sanitäranlagen alleine drei Wochen. Das Freibad könnte also erst geöffnet werden, wenn ein Großteil der Ferien schon vorbei ist. Andere Kommunen hätten wohl früher auf eine Öffnung spekuliert. Wenn die Stadt Völklingen das aber getan hätte und die Landesregierung hätte eine Öffnung der Bäder wegen der Corona-Pandemie nicht erlaubt, dann hätte die Verwaltung Geld verschwendet, sagt Beck. Doch die Stadt Völklingen sei schon jetzt hoch verschuldet.

Nach der Sitzung des Hauptausschusses des Stadtrates am Dienstag zeichne sich ab, dass der Stadtrat folgendem Konzept zustimmt: Das Freibad bleibt zu, dafür wird das Hallenbad „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ geöffnet, erklärt Beck. In der Vorlage für den Stadtrat war vom 17. August die Rede. Nun werde die Stadt mit den Baufirmen reden, die derzeit am Sprungturm des Hallenbades arbeiten, ob sie früher fertig werden können. Die Fraktionen hatten in der Ausschuss-Sitzung darauf gedrängt, dass das Hallenbad auch sonntags geöffnet wird, sagt der Fachbereichsleiter und nennt einen möglichen Zeitraum von 9 bis 13 Uhr, die Stadtratsvorlage werde entsprechend geändert. Auch Schulen und Vereine sollen das Hallenbad werktags nutzen.

Dort gilt ein strenges Hygienekonzept. Bis zur Umkleide müssen die Besucher Mund- und Nasenschutz tragen, erklärt Thomas Schneider, Betriebsleiter der Bäder. Duschen und Umkleiden werden so hergerichtet, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. 50 Personen dürften gleichzeitig ins Hallenbad, wobei an den Werktagen die Schwimmer in zwei Schichten kommen, weil dazwischen die Mitarbeiter das Bad reinigen und desinfizieren müssen. Am Wochenende ist die Öffnungszeit kürzer. Die Schwimmer sollen drei Bahnen nutzen, die jeweils fünf Meter breit sind. Der Sprungturm werde gesperrt. Die Badegäste könnten ihre Karten an der Kasse kaufen, es werde keinen Online-Kartenverkauf wie zum Beispiel in den Saarbrücker Freibädern geben. Beck verteidigt das Konzept der Verwaltung: „Die Gesundheit der Bürger steht vor allem anderen, die können wir im Hallenbad besser gewährleisten als im Freibad.“