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Foto: EliasDie spannende Seite der Mathematik

Foto: EliasDie spannende Seite der Mathematik

Geislautern. Gelangweilt und unmotiviert sitzen viele Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht. Warum auch aufpassen? Schließlich braucht man das Wissen von dort sowieso nie mehr, oder doch?! Dass Mathe nicht nur wichtig, sondern sogar unterhaltsam und spannend sein kann, können sich die wenigsten vorstellen

Geislautern. Gelangweilt und unmotiviert sitzen viele Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht. Warum auch aufpassen? Schließlich braucht man das Wissen von dort sowieso nie mehr, oder doch?! Dass Mathe nicht nur wichtig, sondern sogar unterhaltsam und spannend sein kann, können sich die wenigsten vorstellen. Genau das sollte das Wissenschaftsjahr 2008 ändern: Es stand im Zeichen der Mathematik. In vielen Aktionen an Schulen und Universitäten, in spannenden Vorträgen, in einer Ausstellung auf einem Mathe-Schiff und sogar in einer einmonatigen Mathematikausstellung namens "Imaginery" in Saarbrücken wurde den Menschen die Faszination dieser Wissenschaft näher gebracht. Die Imaginery-Ausstellung lud dazu ein, einen Blick auf besondere mathematische Kreationen zu werfen. In verschiedenen Galerien wurden schöne Bilder präsentiert, die aus einfachen Formeln entstanden sind. Viele Besucher der Ausstellung waren "einfach nur begeistert" und zugleich "überrascht", dass Mathe so etwas Schönes hervorbringen kann, berichtet Helmut Umla (Foto: bub), Schulleiter am Geislauterner Warndt-Gymnasium und Mitorganisator des Mathematikjahrs im Saarland. Als Höhepunkte gelten neben der Imaginery-Ausstellung in Saarbrücken vor allem auch Aktionen des Geislauterner Warndt-Gymnasiums. "Für unsere Mathematiklehrerinnen und -lehrer war es eine Selbstverständlichkeit, sich im Jahr der Mathematik besonders zu engagieren", sagt Helmut Umla. Dessen Höhepunkte waren für ihn persönlich der Känguru-Wettbewerb, an dem über 150 Schülerinnen und Schüler des Warndt-Gymnasiums teilnahmen, und die "Lange Nacht der Mathematik", die mit vielen Spielen wie mit besagten Legosteinen, Vorträgen und Experimenten auch die Mathemuffel begeisterte.Ziel all dieser Aktionen war es, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Vielfalt von Mathematik zu zeigen und ihnen so neue, positive Bezüge zur Mathematik zu öffnen. Das Ziel wurde erreicht, meint Umla: "Schon zur Jahresmitte war klar, dass es noch nie ein Wissenschaftsjahr mit einer derartigen Resonanz gegeben hat wie das Jahr der Mathematik. Die Zahl der Beteiligten und der Besucher von Ausstellungen und Vorträgen war deutlich höher als erwartet, und auch das Interesse der Medien war enorm", sagt Umla. Er zitiert Professor Albrecht Beutelspacher, den Erfinder des Gießener Mitmachmuseums "Mathematikum": "Wir haben es geschafft, den Menschen ein neues und frisches Bild von Mathematik zu zeigen" - Umla hofft nun, dass dieses Bild dauerhafte Spuren bei den Menschen hinterlässt.