| 00:00 Uhr

Forstleute haben jetzt ein Dach überm Kopf

Die neue Arbeitshalle am Völklinger Forsthaus Simschel ist fertig. Wichtigstes Gerät darin ist ist die brandneue Maschine fürs Holzspalten. Hier zeigt Forstwirtin Maya Bilke, wie sie funktioniert. Foto: Becker & Bredel
Die neue Arbeitshalle am Völklinger Forsthaus Simschel ist fertig. Wichtigstes Gerät darin ist ist die brandneue Maschine fürs Holzspalten. Hier zeigt Forstwirtin Maya Bilke, wie sie funktioniert. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Völklingen. Bisher hing es von der Witterung ab, wann die Mitarbeiter des Völklinger Stadt-Fachdienstes Forstwirtschaft Holz für Bänke oder Schutzhütten zuschneiden konnten. Jetzt macht eine neue Arbeitshalle sie unabhängig. Zugleich können die Forstleute den Bürgern nun auch fertig gespaltenes Brennholz anbieten. Thomas Annen

Die Maschine, die in Sekundenschnelle Kleinholz produziert, ist nicht so laut wie befürchtet. Mit dem eingeschobenen Stamm macht die elektrisch betriebene Säge kurzen Prozess. Den Rest übernimmt das Spaltmesser. Am Ende des Förderbandes plumpsen die fertigen Scheite nach unten. Der große Holzspalter steht in der neuen Halle des städtischen Fachdienstes Forstwirtschaft. Sie wurde neben dem Forsthaus am Simschel errichtet.

Mit der Inbetriebnahme der Arbeitshalle ist eine Erweiterung der Produktpalette verbunden. "Wir bieten der Bevölkerung ofenfertig geschnittenes und gespaltenes Brennholz an", berichtete Fachdienstleiterin Verena Lamy am Dienstag während eines Pressetermins. Die Länge der Stücke beträgt zwischen 25 und 60 Zentimetern, sie kann frei gewählt werden. Ein Schütt raummeter - das entspricht der lose geschütteten Holzmenge von einem Kubikmeter - kostet 65 Euro. Kleinere Mengen Schwenk- und Grillholz verkauft der Forst wie bisher in Säcken.

"Die Halle kann erweitert werden", erläuterte Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ). Die 20 mal 24 Meter große Arbeitsstätte kostete rund 65 000 Euro. Die Seitenhöhe beträgt 4,50 Meter, die Firsthöhe 7,30 Meter. Damit kann die Aluminiumhalle mit dem Forstschlepper befahren werden. Eine schwer entflammbare Folie bildet das Dach, ein Toilettencontainer wird noch installiert.

Brennholznutzer freuen sich über die Angebotserweiterung, und das neunköpfige Forst-Team freut sich über ein Dach über dem Kopf. Nun können sie wetterunabhängig arbeiten. Etwa beim Zuschneiden der Hölzer, die sie jedes Jahr für die Instandsetzung von Ruhebänken, Geländer oder Schutzhütten benötigen.

Der gerodete Bereich oberhalb der Halle, berichtete Försterin Verena Lamy, wird wieder aufgeforstet. Die Fichten, die dort standen, mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Die meisten dieser Bäume waren faul. Im Frühjahr oder im Herbst - je nach Witterung - wollen die Forstleute dort bereits vorgezogene Esskastanien, Vogelkirschen und Feldahorne pflanzen.

Auch ein Sommerfest ist geplant. Bei einem Tag der offenen Tür dürfen sich die Bürger dann selbst ein Bild von der neuen Arbeitshalle machen.

Während der Sprechstunde des städtischen Forstamtes am Simschel (jeden Donnerstag von 15 Uhr bis 16.30 Uhr) können Interessenten Brennholz bestellen und einen Abholtermin vereinbaren.