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| 20:29 Uhr

Riesenauswahl am Völklinger Simschel
Försterin erfüllt den Traum vom Tannenbaum

Försterin Verena Lamy, Forstwirt Dietmar Klee und Waldarbeiter Sascha Görgen (von links) beim Weihnachtsbaumverkauf.
Försterin Verena Lamy, Forstwirt Dietmar Klee und Waldarbeiter Sascha Görgen (von links) beim Weihnachtsbaumverkauf. FOTO: Thomas Seeber
Völklingen. Katzen hassen geradezu Blaufichten. Nostalgiker lieben Rotfichte und Nordmänner. Liebhaber entscheiden sich für Colorado, Omoriko, Nobilis. Schnäppchenjäger sind unterwegs beim  Weihnachtsbaumverkauf am Forsthaus Völklingen. Von Walter Faas

„Früher Vogel fängt den Wurm.“ Sagt man. Monika, Michael und Tochter Sarah Pfeiffer steuern dieser Tage am frühen Nachmittag, das städtische Forstamt an. Das liegt unterhalb der Landstraße zu Püttlingen, beim Simschelweiher, gegenüber der THW-Filiale und beim ehemaligen Wasserwerk, und ist in diesen Tagen ganz auf das Thema „O Tannenbaum“ eingestellt. Frisch geschlagene Weihnachtsbäume warten hier auf Kunden. „Zu 80 Prozent kommen die Bäume aus unseren eigenen Weihnachtsbaumkulturen“, betont Försterin Verena Lamy.

Nicht ohne Stolz weist Lamy darauf hin, dass die Industriestadt Völklingen über einen überraschend großen Waldanteil verfügt – exakt 860 Hektar, womit 57 Prozent der Stadtfläche Wald sind. „Die Tannenbäume ziehen wir meist auf freien Flächen unter Stromleitungen“, berichtet Forstwirt Dietmar Klee. Und jetzt schätzen Papa Vincenco Fortunato, Mama Elisabeth Denger und die vielen weiteren „Frühen Vögel“, also Kunden,  des Forstamtes die Größe des anvisierten Weihnachtsbaumes. „Sitzt und passt“ befindet Walter Rupp, „diese Nordmanntanne  kommt mir in die gute Stube.“ Nö, zuerst in den Trichter! Denn dort netzt der Forstmitarbeiter Sascha Görgen die auserwählten Bäume erst mal ein, „damit sie in den Kofferraum passen.“

Die eingangs erwähnte Familie Pfeiffer hat sich mittlerweile  auch entscheiden – für eine Blaufichte, „weil die so gut riecht und so lange haltbar ist“, sagt Mama   Monika. „Blaufichten haben noch einen weiteren großen Vorteil“, verrät Waldarbeiter Görgen. Der wäre? „Ihre Nadeln stechen arg, und werden deshalb von Katzenbesitzern gerne  gekauft.– Sie verstehen?“

Gut 30 Millionen geschmückte Bäume, schätzt der Hauptverband der holzverarbeitenden Industrie, werden dieses Jahr in deutschen Stuben stehen. Hier in Völklingen gibt’s die guten alten Fichten oder Nordmanntannen  zum budgetfreundlichen Preis ab acht Euro bis hin zu Edelgewächsen wie Colorado, Serbische Fichte (Omoriko), der erwähnten Blaufichte oder der exotisch wirkenden blaugrün schimmernden Nobilis-Edeltanne. Tannen gibt’s ab 15 Euro, je nach Größe. „Wir pflanzen jedes Jahr nach, oft auch in Zusammenarbeit mit Kindergärten oder Schulen“, erklärt die Försterin Sinn und Nachhaltigkeit ihrer Baumkulturen.

Bis zu zweimal im Jahr müssen die Forstmitarbeiter die in Frage kommenden Flächen mähen, damit die Christbäume auch einen schönen schlanken geraden Wuchs entwickeln. Einzelne Prachtexemplare im Völklinger Stadtwald dürfen gerne auch größer wachsen, bis zu zehn Meter hoch werden: „Das sind die Bäume, die für öffentliche Anlagen, für Schulen oder auch Firmen bestimmt sind und dort aufgestellt werden“, sagt Lamy. Soviel Fachsimpelei um den guten alten Lichterbaum (es gibt ihn in Deutschland seit dem frühen Mittelalter) macht hungrig. Da trifft es sich gut, dass beim Forstamt auch Wildwürste, Salami  und Rohesser aus eigenen Beständen über einen Vertragsmetzger angeboten werden.

An diesem Samstag, 16. Dezember, gibt es den ganzen Tag über sogar frisch gegrillte Wildprodukte wie Rostwürste, Merguez oder Frikadellen nebst den zur Weihnachtszeit passenden Getränken. Geöffnet ist der Völklinger Weihnachtsbaumverkauf beim Forsthaus dann noch von Montag, 18. Dezember bis Mittwoch, 20. Dezember, von morgens 8.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Am Donnerstag, 21. Dezember, dem so genannten Schlussverkaufstag, endet der Verkauf bereits um 14 Uhr. Die sonst übliche Sprechstunde des Forstamtes entfällt an diesem Tag, gibt Försterin Verena Lamy bekannt.

Weitere Auskünfte gibt es unter Telefon (0 68 98) 13 23 41.