Five4fun machen Party im Pfarrgarten

Five4fun machen Party im Pfarrgarten

Der Name ist nur teilweise Programm. Spaß brachte die Formation Five4Fun reichlich mit am Donnerstagabend – mit gängigen Ohrwürmern und gutem Beat. Aus den fünf Musikern sind aber sechs geworden. Warum, erklärte der Bandleader.

Ziemlich beeindruckt vom Ambiente sind die sechs Musiker der Saarlouiser Party-Band Five4Fun bei ihrer Premiere auf der City-Open-Air-Bühne im Pfarrgarten. "Toll, was hier abends an einem Werktag so geht", staunt Sänger Tom - mit Nachnamen nennt er sich in dieser Formation wie alle anderen Bandmitglieder Fun - in der Konzertpause. Als bekennende Partyband lassen sie kaum was aus, was nicht auch auf einer ausgelassenen Feier unter Freunden laufen würde. Aktuelle Gassenhauer wie "Shut up and dance with me" gleich zu Beginn. Oder das Feierlied aus den 1980ern: "Celebration" von Cool and the Gang. Später dann auch Deutsch - oder Deutsch-Italienisch: "Ti amo" als Carpendale-Schlager.

Neue Deutsche Welle mit Nenas "99 Luftballons". Und gelegentlich dürfen es auch ein bisschen Rock-Musik oder bekannte Filmmelodien sein. Etwa das Duett "Time of my life" aus dem Streifen "Dirty Dancing". Die 90er dürfen auch nicht fehlen: "Sweet dreams" und "On the radio". Das vor zwei Jahren zur WM-Hymne gewordene "Ein Hoch auf uns". Und mit "Que sera" was zum Schunkeln. Die mit Funk ausgestatteten Saitenartisten begeben sich auch gerne mal ins Publikum, wo sie auf den Biertischen stehend spielen.

Wer aber die Musiker mal zählt, staunt. Fünf für den Spaß, da spielen aber sechse? Nein, dabei hat sich keine Spaßbremse eingeschlichen. Tom Fun klärt auf: "Die meisten von uns kennen sich schon länger, zu fünft haben wir uns in dieser Formation vor Jahren zusammengetan." Also passte der Bandname. Dann aber sei es ihm zuviel geworden, in seiner selbst verordneten Pause sei Gitarrist Günni Fun dazu gestoßen. Der ist auch geblieben, als Tom mit Gitarre und Stimme zurückkehrte. Tom: "Von da an waren wir zu sechst, hatten uns aber mit dem Bandnamen bereits etabliert." Alles klar. Basser Hamsi, Schlagzeuger Christian, Keyboarder Ernst und Sängerin Eva komplettieren den falschen Fünfer. Die Party-Fieberkurve erreicht erst nach der Pause ihren Höhepunkt. Zu Konzertbeginn war nämlich noch herzlich wenig los. Der Feierabend für viele Besucher noch keine Stunde alt, dazu für den Sommer kühles Wetter und sogar Regen noch möglich.

Erst zum Ende der ersten Programmhälfte füllt sich der Pfarrgarten so, dass bei den Musikern der beschriebene Eindruck entsteht. In der Halbzeit zwei taut so auch die Band merklich auf. War vorher noch alles etwas steril, singt jetzt auch das Publikum gerne mit: "An Tagen wie diesen." Und zwar so lautstark und textsicher, dass sich Tom Fun kurze Pausen gönnen kann.