Finger in die Höhe und mitgesungen

Geislautern · Der Vorverkauf lief schleppend, an der Abendkasse war dann umso mehr los. Im Geislauterer Dorfgemeinschaftshaus hat The Final Cut mit Liedern von Pink Floyd das Publikum zum Mitsingen animiert.

 Sänger Rainer Schneider ließ mit seinen Bandkollegen von The Final Cut am Samstagabend die Herzen der Geislauterer Pink-Floyd-Anhänger höher schlagen. Foto: Jenal

Sänger Rainer Schneider ließ mit seinen Bandkollegen von The Final Cut am Samstagabend die Herzen der Geislauterer Pink-Floyd-Anhänger höher schlagen. Foto: Jenal

Foto: Jenal

Sie recken die Finger in die Höhe und singen mit. Lautstark und textsicher Wort für Wort - die Fans der legendären Rockband Pink Floyd . "We don't need no educaction." "Hey, teacher, leave us kids alone!" Und selbstverständlich: "All in all you're just a-nother brick in the wall." Und erst recht: "How I wish you were here." So auch am Samstagabend im Geislauterer Dorfgemeinschaftshaus, wo der Verein Schlosskultur mit der saarländischen Pink-Floyd-Tribute-Band The Final Cut seine diesjährige Veranstaltungsreihe eröffnet hat.

Das Quartett mit dem Bass spielenden Sänger Rainer Schneider, Werner Melchior an den Gitarren, Keyboarder Olaf Arweiler und Schlagzeuger Billy Trebing bringt die ganzen Floyd-Klassiker prima rüber. Episch lange Intros wie bei "Shine on You Crazy Diamond". Knackige Solos mit Gitarre und Keyboard. Fließende und spannungsgeladene Übergänge zwischen den einzelnen Titeln - so wie es die Originale vor Jahrzehnten inszeniert haben. Und wem das noch nicht ausreicht, bekommt im Bühnenhintergrund Videomaterial zu sehen. Startende Raketen, phantastische Weltraumbilder, bizarre Comics. Und selbstverständlich die marschierenden Hämmer, die unterwegs sind, die so oft besungene Mauer aus Album und Show "The Wall" niederzureißen. Und was mit vier Instrumenten und zwei Stimmen nicht zu leisten ist, kommt als Einspielung über die klasse klingende Soundanlage.

Im Publikum ist auch Organisator Peter Fixemer, der entspannt die Show genießt. Bevor er die Halle aufgesperrt hat, hatte er noch Sorgenfalten auf der Stirn. "Der Vorverkauf ist überhaupt nicht gut gelaufen", sagt er. Umso mehr war dann aber offensichtlich an der Abendkasse los, und zu Konzertbeginn war die Halle ordentlich voll. So ärgert sich Fixemer lediglich über den schlechten Anfahrtsweg und den Parkplatz. "Der Dauerregen der letzten Tage macht sichtbar, in welch schlechtem Zustand der Braschenbelag da draußen ist, er hat Weg und Parkplatz in eine Seenplatte verwandelt." Klar, dass er sich wünscht, dass die Stadt bald die Löcher auffüllt: "Für die Konzertbesucher ist das ja eine Zumutung."

Drinnen ist aber weiterhin alles bestens. "Wirklich eine Klasseband", lobt Musikliebhaber Jupp Feilen. Und Alexander Jungblut nutzt einen stillen Augenblick, um den vier Jungs auf der Bühne lautstark mitzuteilen, dass es ihm gefällt: "Macht weiter so, Männer."

Machen die - und schon wieder gehen die Finger nach oben, das Publikum wird zum stimmgewaltigen Chor. "Welcome to the Mashines" ist gerade vorbei, und Kenner der Pink-Floyd-Alben wissen, gleich kommt ein weiterer Riesenhit: "Wish You Were Here."

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