| 21:19 Uhr

Tischtennis
FCS setzt sich gegen die TTSV-Übermacht durch

Die Schwestern Ninar und Samar Al-Katib sicherten sich mit Landesligist 1. FC Saarbrücken beim Endturnier in Gersweiler den Pokalsieg.
Die Schwestern Ninar und Samar Al-Katib sicherten sich mit Landesligist 1. FC Saarbrücken beim Endturnier in Gersweiler den Pokalsieg. FOTO: Ruppenthal
Gersweiler. Der 1. FC Saarbrücken hat den Tischtennis-Saarlandpokal gewonnen. Er siegte im Finale gegen Saarlouis-Fraulautern mit 4:1. Von Lucas Jost

Keine Überraschung in der Herren-Konkurrenz des Tischtennis-Saarlandpokals: Der Regionalligist und Favorit TTC Wehrden hat den TTC Illingen als Titelträger abgelöst und sich im Sportzentrum Gersweiler in überzeugender Manier zum Pokalsieger gekrönt. „Jetzt noch ein paar Bierchen trinken“, scherzte TTC-Spieler Jan-Philip Becker, nachdem er mit Oliver Keiling den Punkt zum 4:0-Sieg gegen den DJK Heusweiler beigesteuert hatte. „4:0, am Ende überlegen. Wir hatten gehofft, dass wir gewinnen. Mein Spiel gegen Jürgen Braun war sehr knapp. Am Ende habe ich drei glückliche Bälle gehabt“, fasste er zusammen und freute sich, dass nach Platz fünf in der Regionalliga nun der Titel im Pokal nach Wehrden ging.


„Wir wussten, dass wir der klare Außenseiter sind, und hatten ein bisschen Glück, dass sich ein paar gute Mannschaften gegenseitig rausgeworfen haben. Aber im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“, bilanzierte Braun von Oberligist DJK Heusweiler. Noch während des Finales erklärte er: „Es wird schon schwer. Dass wir gegen Oliver Keiling verlieren, war schon klar.“ Als David Lamma wenige Minuten später sein Einzel im fünften Satz gegen Karlheinz Becker abgeben musste, stand dem Sieg des TTC Wehrden nichts mehr im Weg. Der Regionalligist hatte sich im Halbfinale mit 4:1 gegen Saarlandligist TTC Oberwürzbach durchgesetzt. Dessen Akteur Matthias Wunn zog trotz der Niederlage ein positives Fazit: „Die Wehrdener sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, das war so zu erwarten. Für mich persönlich war es eine gute Erfahrung. Ich habe die ersten zwei Sätze gut mitgehalten gegen Oliver Keiling, und wir haben uns im Doppel gut geschlagen. Es war interessant, gegen stärkere Gegner zu spielen, gerade unter dem Gesichtspunkt, dass wir vielleicht den Aufstieg packen.“

Für den TTC Urexweiler war die Teilnahme am „Final 4“-Endturnier schon ein Riesenerfolg. Der Kreisligist hatte in den Ausscheidungsrunden höherklassige Mannschaften eliminiert und war beim Finalturnier der besten vier Mannschaftem absoluter Außenseiter. Außerdem nahm die Mannschaft am gleichen Vormittag noch am Wettbewerb um den Kreispokal teil. Sie schied dort gegen den TTC Oberwürzbach II aus. Gegen die DJK Heusweiler blieb die Überraschung im Saarlandpokal-Halbfinale aus. „Uns wäre Oberwürzbach ein bisschen lieber gewesen“, scherzte André Merkel, der bei der DJK auf seinen alten Verein traf. „Es war schön, gegen den alten Verein zu spielen. Aber da hängen die Trauben hoch“, sagte er: „Doch es war ein schönes Saisonfinale, das unserer Meisterschaft in der Kreisliga die Krone aufsetzt. In der Bezirksliga geben wir dann richtig Gas.“



In der Damen-Konkurrenz widerstand der 1. FC Saarbrücken mit Sandra Bender sowie Samar und Ninar Al-Khatib der Übermacht des TTSV Saarlouis-Fraulautern, der gleich drei der vier Mannschaften in den Halbfinals stellte. Der FCS setzte sich im Endspiel gegen die zweite Mannschaft des TTSV durch.

„Es läuft genau so knapp, wie wir es erwartet haben. Voriges Jahr haben wir genauso knapp verloren wie sie dieses Jahr“, erklärte Bender während des Endturniers. Zwar schaffte Landesligist Saarbrücken die Überraschung und warf die erste Mannschaft des TTSV Saarlouis-Fraulautern (Regionalliga) im Halbfinale raus. Der 4:1-Sieg täuscht aber über den knappen Spielverlauf hinweg. Auch im Finale gegen die zweite Mannschaft des TTSV (Saarlandliga) musste Saarbrücken lange kämpfen. Bender erklärte: „Die Mannschaft liegt uns noch ein bisschen schlechter. Uns war klar, dass das ein ganz, ganz schwerer Brocken wird.“ Entsprechend groß war die Erleichterung, als Ninar Al-Khatib ihr zweites Einzel gegen Annika Puhl mit 3:0 gewann – und damit die FCS-Revanche für die Niederlage aus dem Vorjahr perfekt machte.

„Es ist für uns keine Enttäuschung. Wir waren dabei, wir waren mit drei Mannschaften dabei. Und das zeigt schon vieles. Das zeigt, dass wir im Tischtennis sehr aktiv sind“, erklärte Désirée Klementz vom TTSV Saarlouis-Fraulautern.