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| 20:38 Uhr

Sprachförderung für Zuwandererkinder
Extra-Förderung hilft beim Deutschlernen

Völklingen. Allein die Völklinger Grundschule Bergstraße unterrichtet 114 Zuwanderer-Kinder, die erst vor kurz kurzem ins Land kamen. Von Thomas Annen

Sprachförderung an Völklinger Schulen: Das war das Hauptthema in der jüngsten Sitzung des Stadtratsausschuss für Kinder, Jugend und Soziales. „Kinder Willkommen“ (KIWI) nennt sich das städtische Sprachförderprogramm, das seit März 2016 an der Grundschule in der Bergstraße läuft. Das freiwillige Angebot richtet sich an Schüler mit Migrationshintergrund, die die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen.

An mehreren Nachmittagen in der Woche wird der Spracherwerb während verschiedener Freizeitbeschäftigungen spielerisch vermittelt. Inzwischen bietet man mit Unterstützung von Lesepatinnen auch eine Hausaufgabenbetreuung an. „Das kommt bei Eltern und Kindern unheimlich gut an“, betonte Projektleiterin Susanne Gentes. Gerne wirken die KIWI-Kinder auch in einer Theatergruppe mit, die zurzeit ein Musical einstudiert. 65 Kinder, erläuterte die Schulsozialarbeiterin, wurden bisher in dem Projekt gefördert. 27 Schüler haben ihre Sprachkenntnisse inzwischen so weit verbessert, dass sie in die reguläre Nachmittagsbetreuung wechseln konnten. Aktuell werden 20 Jungs und Mädchen betreut.

An der Grundschule Bergstraße/Röchlinghöhe werden zurzeit 114 Kinder unterrichtet, die in den letzten Monaten nach Deutschland eingewandert sind. Umgesetzt wird die Maßnahme von Projektleiterin Gentes und  Lehrern der Schule. Auch ehrenamtliche Helfer wirken mit. Die Stadt trägt die Personalkosten.

70 000 Euro jährlich lässt sich die Stadt den Integrationsdienst für Asylbewerber kosten, der im September 2015 die Arbeit aufgenommen hat. Eine Mitarbeiterin des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung und ein Mitarbeiter des Diakonischen Werkes an der Saar teilen sich die Vollzeitstelle. Sarah Jochum und Dirk Kremp vermitteln Wohnraum, helfen bei Problemen mit dem Job-Center oder bei der Schulanmeldung. Im Jahr 2017 nahm die Stadt 77 Migranten auf, die meisten von ihnen kamen im Rahmen des Familiennachzugs aus Syrien.

Die Kinder- und Jugendschutzstelle, die in der Sitzung ebenfalls vorgestellt wurde, ist ein gemeinschaftliches Angebot von SOS Jugendhilfen e.V., Partnerschaftlicher Erziehungshilfe und Jugendhilfeverbund des Diakonischen Werkes an der Saar. Michael Müller-Laduga und Christina Werner erläuterten das Angebot. Bis zu acht Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 17 Jahren, die sich in einer Notlage befinden, können in der Schutzstelle aufgenommen und sozialpädagogisch betreut werden. Eine Notschlafstelle, die einen sicheren Übernachtungsplatz bietet, ist angeschlossen. Etwa 150 bis 180 Kinder und Jugendliche werden im Jahr aufgenommen, 75 Prozent von ihnen bleiben zwischen einem und zehn Tagen.