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Düstere Vergangenheit
Ex-Stadtarchivar präsentiert Buch über Zwangsarbeit

Völklingen. Am Donnerstag, 26. April, 18 Uhr, wird im Alten Rathaus das Buch „Zwangsarbeit in Völklingen“ vorgestellt. Referent des Abends und Autor des Buches ist Christian Reuther, ehemaliger Völklinger Stadtarchivar, der darin die Ergebnisse seiner mehrjährigen Recherchen präsentiert. Das Buch liefert erstmals eine Bestandsaufnahme zu ausgewählten Aspekten der Geschichte der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkrieges in der Stadt Völklingen. Die zirka 240 Seiten umfassende Monografie erscheint in der stadtgeschichtlichen Buchreihe „Fulcolingas“ des Stadtarchivs Völklingen.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach dem Ausmaß des Zwangsarbeitereinsatzes, den Einsatzbereichen und dem dicht gewebten Netz an Unterkünften zur Unterbringung ausländischer Arbeiterinnen und Arbeiter in Völklingen. Außerdem gibt das Buch auch Antworten auf die Organisation des Ausländer-Einsatzes bei der Stadtverwaltung und vor allem den Röchling’schen Eisen- und Stahlwerken. Thematisiert werden zudem Opferzahlen und Todesursachen sowie das Ende des Zwangsarbeitereinsatzes und die Spuren der Zwangsarbeit in der Nachkriegszeit.


Wegen der Vorbereitungen zum Umzug des Völklinger Stadtarchivs in das Neue Rathaus muss der für den 29. April angekündigte „Tag des offenen Stadtarchivs“ entfallen.