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Es wird ernst am Kolpinghaus

Vor dem eigentlichen Abriss wird das Kolpinghaus an der Bismarckstraße in Völklingen entkernt. Hier sieht man Bauarbeiter beim Freilegen des Fundamentes im Keller. Die Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätte St. Eligius sind zwischenzeitlich im ehemaligen Postgebäude am Markt untergebracht worden, in der Mitte Kita-Leiterin Susanne Gerhold, rechts Maria Elisabeth Brück. Fotos (3): Jenal
Vor dem eigentlichen Abriss wird das Kolpinghaus an der Bismarckstraße in Völklingen entkernt. Hier sieht man Bauarbeiter beim Freilegen des Fundamentes im Keller. Die Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätte St. Eligius sind zwischenzeitlich im ehemaligen Postgebäude am Markt untergebracht worden, in der Mitte Kita-Leiterin Susanne Gerhold, rechts Maria Elisabeth Brück. Fotos (3): Jenal
Völklingen. Das Kolpinghaus in Völklingen wird abgerissen, um Platz für eine Erweiterung des benachbarten Kindergartens St. Eligius zu schaffen. Das Haus, früher ein beliebter Veranstaltungsort, stand schon lange Jahre leer. Bernhard Geber

Der frühere Glanz des markanten Gebäudes an der Bismarckstraße in Völklingen ist verblichen. Pfarrgemeinde und Kolpingfamilie haben sich von ihm verabschiedet. Die Stadt hat es aufgekauft. "Alles muss raus", lautete die Devise. Parallel begann die Entkernung im Innern. Und nun - als sichtbares Zeichen ist ein großer Kran aufgebaut worden - stehen die letzten Tage des Kolpinghauses an.

Zunächst Giebelsicherung

Der Kran ist sozusagen der Vorbote der Abrissbagger. Bevor sie anrücken, müssen zunächst die Giebelwände der Gebäude rechts und links des Kolpinghauses gesichert werden, und das ist eine sensible Arbeit. Laut Auskunft der Stadtverwaltung benutzt das Abrissunternehmen Ternava den Kran für die Einbringung von Schalmaterial, Stahlteilen und Beton sowie das Herausbringen von Abbruchteilen, die bei den Arbeiten zur Giebelsicherung anfallen. Gleichzeitig müssten neue Stahlbetonskelette angelegt werden. Und bis die ausgehärtet seien, werde es Januar werden. Erst dann könne der eigentliche Abriss beginnen. Während dieser Zeit müsse dann kurzzeitig die Busspur und die rechte Fahrspur der Bismarckstraße gesperrt werden. Die Arbeiten erfolgten im Wesentlichen vom Außengelände der Kindertagesstätte St. Eligius aus. Diese liegt an der Rückseite des Kolpinghauses mit Zufahrt von der Hofstattstraße aus, und über diese Straße sollen auch die Abbruchmaterialien abtransportiert werden. Der Abriss ende dann mit der Verfüllung der jetzigen Kellerräume. Als Enddatum sei der Februar 2017 avisiert.

Das Gelände des früheren Kolpinghauses soll in Zukunft als zusätzlicher Außenbereich der neuen Kindertagesstätte St. Eligius genutzt werden. Dieser Kindergarten soll saniert und erweitert werden. Auch dieses Gebäude muss zunächst entkernt werden. Damit der Betrieb nicht gestört wird, sind die Kinder mit ihren Erzieherinnen bereits im Juni in das ehemalige Postgebäude beim Neuen Rathaus umgezogen.

Container sind gestrichen

Ursprünglich hatten Stadt und Stadtrat daran gedacht, die Baulücke an der Bismarckstraße mit einer Container-Spiellandschaft zu schließen. Dieser Plan scheiterte jedoch sowohl an den Kosten als auch an Widerstand aus der Bevölkerung. Die Kosten für den Abbruch des Kolpinghauses, die Sicherung der Nachbargiebel und Leitungstrassen waren zuletzt mit 350 000 Euro veranschlagt.

Dieser Kran an der Bismarckstraße dient dazu, Schalmaterial, Stahlteile und Beton einzubringen und Abbruchteile herauszuschaffen, die bei den Arbeiten zur Giebelsicherung anfallen.
Dieser Kran an der Bismarckstraße dient dazu, Schalmaterial, Stahlteile und Beton einzubringen und Abbruchteile herauszuschaffen, die bei den Arbeiten zur Giebelsicherung anfallen.
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