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Leserbrief
Es ist Zeit für Neuwahlen

Zum Artikel „Sein Leitmotiv: Verantwortung“, Redaktionsgespräch mit Völklingens Bürgermeister Wolfgang Bintz

2008 wechselte CDU-Dahm zu den Stadtwerken, Wolfgang Bintz wurde Bürgermeister. Ursprung des Völklinger Dilemmas war aber die Wahl Lorigs zum Oberknoddler, nebst Wiederwahl 2010. Die Stadtführer pflegten „Transparenz“ in nichtöffentlichen Sitzungen. Als im Fischzuchtdrama die blinde und ferngesteuerte CDU nebst der inkompetenten SPD sich aus ihrem tiefen Aufsichtsratsbrunnen herauszuziehen versuchten, wurde zu spät klar: Man hat massiv Dinge ignoriert, im Aufsichtsrat geschlafen. Nur so waren die Verfehlungen Dahms  möglich.


Nicht nur durch die Fischzucht­Millionen, auch durch die Füllhorn-Ausgabenpolitik der Räte nebst ihrem Oberknoddler ist man in Bankrottnähe. Man verlor, im Gegensatz zum Armutsbürger, den Geldwertbezug. Ob man 49 000 oder 43 500 Euro ausgab, war nicht so wichtig. Bei aller Anerkennung fürs Ehrenamt, für einzelne, rührige Räte:  Es geht nicht an, dass der Bürger wegen dieses Verwaltungs-/Parteienmistes mit dem  605-Prozent-Grundsteuerspitzensatz bestraft wird. Untragbar aber ist, dass Lorig schuldlos in  Rente geht und die „Weiter-so-Parteien“  Kandidaten später Geburt in Ämter hieven wollen. Das nunmehr vakant werdende  Bürgermeisteramt, von SPD, Grünen, Linken 2008 als unnötig erachtet, gebührt ihnen glaubwürdig  nicht. Überhaupt, bevor ein Rat wählt, hat der alte noch Verantwortung zu tragen. Er muss,  inklusive CDU und überforderten Kleinparteien,  kollektiv zurückzutreten oder sich selbst auflösen. Wer konzeptionell, ideell und kompetenzmäßig abgewirtschaftet hat,  verdient kein Mandat.