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Es ist Eiszeit!

Die Schüler des Einstein-Gymnasiums nehmen im Eissalon am Marktplatz eine Auszeit von ihrer Projektwoche. Foto: Jenal
Die Schüler des Einstein-Gymnasiums nehmen im Eissalon am Marktplatz eine Auszeit von ihrer Projektwoche. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen/Warndt. Die Temperaturen sind noch frisch, aber langsam fahren die italienischen Eismacher ihre Produktpalette hoch. Die gute Nachricht für die Kunden, der Kugelpreis bleibt stabil – bis auf eine Ausnahme. Angelika Fertsch

Wenn Eismacher darüber sprechen, dass es langsam vorwärts geht, haben sie den Frühling im Blick. "Je mehr Sonne, je mehr Sorten", bringt es Antonio Rechichi, Mitinhaber des Eissalons Europa auf der Völklinger Bismarckstraße, in eine kurze Formel. Auf zunächst 26 Sorten will er das Angebot erweitern - bei gleich bleibendem Preis, nämlich 80 Cent die Kugel.

Pasquale Da Ros, Inhaber des Eiscafés Venezia in Ludweiler, hat seinen Fans per Facebook seine Ankunft mitgeteilt. Seit 1. März ist der Italiener wieder im Land. Welche Neuheiten er anbieten könnte, er zuckt mit den Achseln. "Ich hatte keine Zeit, mir Inspirationen auf der Fachmesse zu holen, warte jetzt auf den Vertreter." Der kleine Weinberg der Familie und die Olivenernte erforderten vollen Einsatz. Eines jedoch ist sicher. So konservativ die Ludweiler auch sind, wenn es um Eis geht, sie mögen, sagt Da Ros, neben den Klassikern Vanille, Schoko und Nuss, das Pflaumeneis. Seine Kreation geht auf die Initiative von Ortsvorsteherin Christiane Blatt zurück und ist garantiert wieder stark nachgefragt, sagt Da Ros. Anbieten könne er es momentan aber noch nicht. Dafür gibt es als Fruchteis Erdbeere, Aprikose, Ananas und Melone. Auch bei ihm bleibt der Kugelpreis konstant bei 80 Cent. Nach einer verschneiten und verregneten Rückkehr aus ihrer Heimat, dem Dolomitendorf, hat Familie Costantin ihren Salon Tiziani in der Poststraße auf Vordermann gebracht. Die Kompressoren der Kaffeemaschine wurden vom Monteur gecheckt, es läuft rund. "Wir werden", sagt der Senior, Giuseppe Costantin, den Kugelpreis erhöhen müssen", sagt der Senior, Giuseppe Costantin. Auf 80 Cent bei Verzehr im Eissalon, 70 Cent pro Kugel zum Mitnehmen. Zur Hoch-Zeit wird er 30 Sorten anbieten. Darunter auch ein Diäteis - in vier Aromavarianten, Erdbeere, Kirsche, Schokolade und Vanille. "Das ist auch für Diabetiker verträglich, es ist mit Fruchtzucker gemacht."

Auch Maria Squillante vom Eiscafé Dolomiti in Großrosseln hat ihren Frühjahrsputz beendet und ihr Geschäft eröffnet. "Wir werden aber nur Straßenverkauf anbieten", meint die 63-Jährige. "Wir haben für den Service im Café keine Hilfe gefunden." Mit 16 Sorten will sie an den Start bei konstantem Preis: 80 Cent die Kugel.

Im Eiscafé Via Veneto am Marktplatz in Völklingen basteln Renato und Andrea Cargnelutti noch an der neuen Eiskarte. Bis sie in wenigen Tagen fertig sein wird, gibt es hier noch die Winterkreationen, alle ohne Pasten und handgemacht, wie Signora versichert. Das Zimteis wird zum Becher "Winterpflaume" verarbeitet. Schokorock, ebenfalls eine Eis-Kreation des Hauses, wird im Becher "Schokokrok" weiter verarbeitet. Der Primavera-Becher trägt aber immerhin schon mal den Frühling in seinem Namen: Weißes Trüffeleis wird im Glas mit Himbeeren geschichtet. Wegen der Nachfrage gebe es aber schon den Erdbeerbecher, verrät die Signora. 20 bis 25 Sorten wird es wieder geben, wenn es noch etwas wärmer wird, unter 18 Sorten können Gäste jetzt schon auswählen.

"Den Kugelpreis von 80 Cent konnten wir halten für den Straßenverkauf", sagt die Chefin noch. Auch Patienten und Besucher der Völklinger SHG-Kliniken können das Eis der Cargneluttis naschen. Im Bistro C 4 gibt es ab heute fünf Sorten im Angebot.

Urbano Foltran ist als Ein-Mann-Unternehmen überfordert mit seinem Eissalon Italia in Geislautern. Der 64-Jährige sucht fieberhaft eine Aushilfe. Wenn er weiterhin niemanden Zuverlässigen findet, will er dicht machen, sagt er. Eine Kugel Eis verkauft er für 80 Cent.