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SPD bereitet Kampfabstimmung um Bürgermeister vor
Erik Roskothen räumt den Platz – Comeback für Werner Michaltzik

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Roskothen.
Erik Roskothen. FOTO: Hüsslein/SPD
Völklingen. (er) Voraussichtlich am 1. März wird in Völklingen ein neuer Bürgermeister gewählt. Im Vorfeld hat bei der SPD-Stadtratsfraktion ein großes Stühlerücken begonnen.

Wie der Fraktions-Geschäftsführer Paul Hommes gestern mittteilte, legt Erik Roskothen aus Lauterbach sein Mandat nieder, weil er als Kandidat der SPD bei der Wahl des Bürgermeisters nicht mit abstimmen dürfte. Nach dem Wechsel von Sandra Bollinger-Drudi zur CDU war die SPD von früher 18 auf 17 Sitze geschrumpft. Ihr stehen derzeit 16 CDU-Stadträte gegenüber. Ohne Roskothens Stimme hätte es sogar Gleichstand bei der Wahl gegeben. Der Stadtrat hat insgesamt 45 Mitglieder. Die CDU schickt Christof Sellen ins Feld. Im Falle einer Niederlage bliebe Roskothen nur noch sein Amt als stellvertretender Ortsvorsteher von Lauterbach übrig.



Für Roskothen soll Werner Michaltzik in den Rat nachrücken. Michaltzik, früherer Völklinger Polizeichef, nun in Pension, ist seit 1998 im Sicherheitsbeirat der Stadt aktiv, seit 2013 auch dessen Vorsitzender. Michaltzik war bei der Bürgermeisterwahl 2008 gegen Wolfgang Bintz (CDU) angetreten und hatte keine einzige Stimme erhalten. Er hatte auch zwei Mal erfolglos zum Völk­linger Ortsvorsteher kandidiert.

Weniger spektakulär ist ein weiterer Wechsel bei der SPD. Dagmar Girlinger aus Ludweiler ist laut Hommes aus beruflichen und privaten Gründen aus dem Stadtrat ausgeschieden. Für sie rückt Margot Haselmann nach. Die Verwaltungsangestellte aus Ludweiler war bereits von 1989 bis 2014 im Stadtrat.

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Michaltzik.
Werner Michaltzik. FOTO: BeckerBredel
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