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Erhardt überrascht mit Aufstellung

Erhardt überrascht mit Aufstellung

Die Serie hat gehalten, zu einem Sieg hat es aber nicht gereicht. Der SV Röchling Völklingen bleibt nach dem 1:1 (1:1) am Freitagabend gegen den SV Elversberg II im neunten Heimspiel in Folge ohne Niederlage.

Im letzten Heimspiel des Jahres ist der Tabellenachte SV Röchling Völklingen am vergangenen Freitagabend vor etwa 180 Zuschauern in der Fußball-Oberliga zu einem 1:1 (1:1) gegen den Tabellenfünften SV Elversberg II gekommen und bleibt im neunten Heimspiel in Serie unbesiegt. Völklingen spielte die meiste Zeit überlegen. Doch obwohl Spielmacher Sebastian Holzer fehlte, unterstrich die junge Elversberger Mannschaft, weshalb sie nach Saar 05 Saarbrücken die zweitstärkste Auswärtsmannschaft der Liga ist.

Röchling-Trainer Günter Erhardt überraschte mit seiner Aufstellung. Erstmals lief der 18 Jahre alte Alpcan Ömeroglu als Innenverteidiger auf. Auch der gleichaltrige Fatih Günes stand von Anfang an auf dem Platz. "Alpcan spielte bisher immer außen, ich wollte ihn jetzt mal innen sehen. Außerdem haben die Beiden gut trainiert", begründete Erhardt seine Entscheidung. Er setzte Leistungsträger wie Michael Ogrodniczek, Patrick Jantzen, Mersad Mehmedovic, Yannick Nonnweiler und Artur Schneider auf die Bank.

Viele Chancen in Anfangsphase

Der SV Röchling Völklingen hätte in der Partie in Führung gehen können: Andelo Srzentic spielte sich auf der rechten Seite durch und stand allein vor Elversbergs Torwart Kevin Fend. Er brachte den Ball aber nicht an ihm vorbei. Die Gäste spielten offensiv mit und es entwickelte sich eine Anfangsphase mit Riesenchancen auf beiden Seiten. So setzte sich Gästespieler Christian Frank auf dem rechten Flügel durch. Er passte scharf in die Mitte, doch Völklingens Torwart Sebastian Buhl entschärfte den folgenden Schuss von Dominik Strauß aus kurzer Distanz (7. Minute). Fast im Gegenzug spielte Günes einen Traumpass durch die Schnittstelle der Elversberger Innenverteidigung zu Xavier Novic, der freistehend aber an Schlussmann Fend scheiterte (9.).

Dann schlug Frank von der Mittellinie aus einen Pass aus der Drehung in den Lauf von Strauß. Die Völklinger Abwehr war zu weit aufgerückt. Vedran Ivankovic hob in der Mitte auch noch das Abseits auf. Strauß konnte so auf das Röchling-Tor zulaufen. Er traf mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 für die Gäste (15.). "Dass wir da so offen sind, darf nicht passieren. Das war so nicht abgesprochen", ärgerte sich Erhardt.

Danach bestimmte Völklingen das Spiel, aber nur Ömeroglu nutzte eine der guten Chancen: Nach einem Eckball von Sammer Mozain köpfte er auf das Tor, auf der Linie wollte Strauß die Situation klären - er beförderte den Ball aber zum 1:1 in das eigene Tor (36.). "Ich habe es nicht genau gesehen, ob es ein Eigentor war. In der Kabine sagten meine Spieler, das wäre ein ganz krummes Ding gewesen", sagte Elversbergs Trainer Peter Eiden. Er musste vor der Pause zwei weitere Rückschläge verkraften. Bei Zweikämpfen verletzten sich Oliver Hinkelmann (41.) und Kapitän Rouven Weber (44.). Beide mussten ausgewechselt werden.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel schlechter. Torchancen für Elversberg II gab es nicht mehr. Völklingen hatte ebenfalls kaum gute Offensivszenen und war nur noch durch Fernschüsse von Srzentic (75.) und dem eingewechselten Nonnweiler (87.) gefährlich.

"Wir waren nicht konsequent bei den Abschlüssen und haben ein paar Schlenker zu viel gemacht. Aber ich bin mit dem 1:1 nicht unzufrieden", sagte Erhardt. Eiden erklärte: "Es war ein gerechtes Ergebnis. Völklingen hat so viel Qualität, dass man nicht alles verhindern kann. Dennoch haben wir in der zweiten Halbzeit fast nichts zugelassen - trotz des Ausfalls von Weber und Hinkelmann. Wir hatten heute acht Mann unter 21 Jahren auf dem Platz, das war Klasse, wie die Jungs das gemacht haben."