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Entwicklungskonzept für Völklingens Innenstadt steht

Ortsrat stimmt zu : Ideen-Sammlung für die Völklinger City

Das Entwicklungskonzept für die Innenstadt wird fortgeschrieben. Es enthält Visionen, lässt aber offen, wie sie sich umsetzen lassen.

Einstimmig hat der Ortsrat Völklingen in seiner jüngsten Sitzung der vorliegenden Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Völklingen-Innenstadt zugestimmt. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich ein Maßnahmenkatalog, mit dem der Citybereich aufgewertet werden soll. Erstellt wurde das Konzept vom Illinger Büro Kernplan. „Es ist der rote Faden der Innenstadtentwicklung“, erläuterte Geschäftsführerin Sarah End.

Grundlage der Analyse bildete das Teilräumliche Entwicklungskonzept Innenstadt aus dem Jahr 2010. Seit dessen Erarbeitung hat sich einiges getan: Das Orthopädiezentrum und die Seniorenresidenz am Alten Rathaus wurden gebaut. Der ehemalige Kaufhof ist abgerissen, ein Modepark soll kommen.

„Fördergeber, Politik und Verwaltung erhalten mit der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes eine aktualisierte Daten- und Entscheidungsgrundlage, um die komplexe Situation im Völklinger Zentrum weiter angemessen steuern zu können“, schreibt die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage. Außerdem gebe es ohne die Fortschreibung keine weiteren Zuschüsse. „Nur das, was im Konzept steht, ist auch förderfähig“, erklärte Sarah End.

Die Gestaltung der zentralen Platzfläche vor dem Alten Rathaus und die Neustrukturierung des Otto-Hemmer-Platzes gehören zu den aufgeführten Projekten. Auch über die Zukunft von Immobilien hat man sich Gedanken gemacht. „Die Gebäudekomplexe des Woolworth- und des angrenzenden ehemaligen Casinogebäudes bieten als großflächige Gewerbeimmobilien und Langzeitleerstände Potenzial in der Ansiedlung von Einzelhandels-, Büro- sowie Dienstleistungsgewerbe“, heißt es in dem rund 70 Seiten starken Katalog.

Das „in die Jahre gekommene, von Leerstand geprägte City-Haus“ ist ebenfalls in der Ideensammlung aufgeführt. Auch Zahlen werden genannt. So kostet die angestrebte Fassadensanierung am Alten Rathaus wohl mindestens 2,5 Millionen Euro.

Natürlich können nicht alle Projekte gleichzeitig realisiert werden. Als Aufgabe der Entscheidungsträger gilt es, Prioritäten zu setzen. Die Fortschreibung erfolgt für einen Zeitraum von fünf Jahren. So lange läuft auch noch die Förderung durch das Programm „Stadtumbau West – Völklingen Innenstadt“. Eine Fortführung der Städtebauförderung mit anderen Programmen wurde laut Verwaltung bereits in Aussicht gestellt. Bei Maßnahmen des Stadtumbau-West-Programms übernehmen die Zuschussgeber zwei Drittel der Kosten. Für alle Förderprogramme gilt: Es bleibt ein Eigenanteil, den die Stadt erst mal stemmen muss. „Die Haushaltslage ist äußerst angespannt“, sagte Rathausmitarbeiter Michael Zimmer. Der Stadtplaner informierte auch über den aktuellen Stand beim Modepark. Röther habe einen Baubeginn im Frühjahr signalisiert.