Engagierte Bürger setzen sich für schöneres Völklingen ein

Engagierte Bürger wollen Alten Brühl aufwerten : Voller Einsatz für ein schöneres Völklingen

Arbeitsgemeinschaft hat viele Ideen für den Alten Brühl und SOS Kinderdorf als Partner für ein Projekt gewonnen.

Der Alte Brühl, sozusagen die Wiege der Stadt Völklingen, liegt der Arbeitsgemeinschaft (AG) Lebenswertes Völklingen im Sicherheitsbeirat sehr am Herzen. Neun Mitglieder hat die AG, und ihr Engagement geht weit darüber hinaus, in diesem Teil Völklingens Müll einzusammeln. Sie arbeitet an einem Konzept, wie dieser Teil der Stadt attraktiver wird.

Ein wichtiges Projekt der AG heißt „Stadtweg Süd“. Dort, wo ein Fuß- und Radweg durch eine mit Graffiti verschmierte Unterführung in Richtung Innenstadt verläuft, will die AG Bäume pflanzen und die Unterführung verschönern. Das Konzept hat AG-Mitglied Walther Göggelmann entwickelt und eine Skizze erstellt. Demnach soll der „Stadtweg“ vom Alten Rathaus über den St.-Martins-Platz, durch die Unterführung auf dem dortigen Fuß- und Radweg bis zur Saar führen. Weil die Radler auch eine Straße queren müssen, wünscht sich AG-Kollege Hans Holderbaum dort einen Zebrastreifen. Das würde die Sicherheit für Fußgänger und Radler deutlich erhöhen, meint er. Wegen der Bäume am Fuß- und Radweg würden keine Parkplätze wegfallen, betont AG-Sprecher Alexander Benzmüller. Denn die AG habe dort richtig viel Müll weggeräumt, sodass die Parkfläche am Alten Brühl jetzt deutlich größer ist. Die Bäume sollen dort den Fuß- und Radweg auch von den parkenden Autos abgrenzen.

Noch ist das „Stadtweg“-Projekt Zukunftsmusik, sagt Göggelmann. Aber die Energiestiftung der Völklinger Stadtwerke hat die AG für ihre Ideen kürzlich mit 1500 Euro ausgezeichnet. Konkret ist dagegen das Verschönern der Unterführung. Benzmüller berichtet, dass die AG mit SOS Kinderdorf einen Partner gefunden hat, der die Kosten übernimmt. Ein Graffiti-Künstler werde sich mit Jugendlichen ans Werk machen und den jungen Leuten auch freie Flächen in der Unterführung zur Verfügung stellen, wo sie ihre Ideen verwirklichen können. Am Mittwoch trafen sich die AG und Vertreter von SOS Kinderdorf vor Ort und hätten sich darauf verständigt, im Frühjahr 2020 loszulegen. Benzmüller und seine AG-Kollegen hoffen, dass sich dann auch die Verwaltung um eine bessere Beleuchtung kümmert.

Die AG-Mitglieder sind froh, dass Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) und die Stadtplaner im Rathaus diesem Projekt positiv gegenüberstehen. Die AG habe ganz offiziell die Patenschaft für den Alten Brühl übernommen und mit der Stadtverwaltung einen Vertrag geschlossen, berichtet Benzmüller. Dazu gehöre auch, ein Konzept für den Alten Brühl zu entwickeln. Das liegt jetzt auf dem Tisch.

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