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Millionenprojekt neigt sich dem Ende zu
Endspurt am Kindergarten St. Eligius

 Die Seitenfront des Kindergartens St. Eligius, von der Bismarckstraße aus gesehen. Hier wird sich ein Spielgelände anschließen.
Die Seitenfront des Kindergartens St. Eligius, von der Bismarckstraße aus gesehen. Hier wird sich ein Spielgelände anschließen. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Im September sollen die Kindergartenkinder von St. Eligius in ihr altes Domizil zurückkehren. Die Baustelle neigt sich dem Ende zu. Von Bernhard Geber

Zu klein und stark sanierungsbedürftig: Der Kindergarten St. Eligius im Herzen der Völklinger Innenstadt stand bereits vor der Schließung. Dann beschloss der Stadtrat 2012 ein über 3,9 Millionen Euro schweres Rettungspaket. Die Operation St. Eligius begann damit, dass die rund 75 Kinder in Übergangsräume im Postgebäude am Markt umzogen.


Nun neigen sich die äußerst komplizierten Arbeiten vor Ort dem Ende zu, wie Stadt-Pressereferent Uwe Grieger und Stephan Michely, Leiter der Bauabteilung im Völklinger Rathaus, berichten. Im September soll es so weit sein, dass die Kinder in einen wesentlich größeren und schöneren Kindergarten zurückkehren. Drei Regelgruppen (wie bisher) und auch (neu) zwei Krippengruppen mit reichlich Spielgelände vor der Tür werden dann am zwischen Hofstatt- und Bismarckstraße gelegenen Standort Platz finden. Und noch eine gute Nachricht für die Stadtkasse: Laut Michely wird man mit gut 3,3 Milllionen Euro auskommen, also rund eine halbe Million gegenüber dem ursprünglichen Kostenvoranschlag einsparen.

Voraussetzung für alles war der Abriss des Kolpinghauses an der Bismarckstraße. Und das war eine harte Nuss, wie Michely berichtet: „Das Haus war ab 1810 als Bauernhof errichtet worden, um den dann sozusagen eine Stadt herumgebaut wurde.“ Das Gebäude entwickelte sich anschließend unter der Regie des Kolpingvereins weiter. Die Nachbarhäuser verfügten später nicht einmal über eigene Giebelwände. Das hieß, beim Abriss äußerst behutsam vorzugehen. Und dann, das fand nun gerade seinen Abschluss, die Nachbar-Wände zu sichern und ansehnlich zu gestalten.



Das alte Kindergartengebäude war entkernt und anschließend in Holzbauweise aufgestockt worden. Im Moment wurden laut Michely gerade die Aufträge für die Innentüren, Maler- und Schlosserarbeiten und Bodenbeläge vergeben.

Mit dem Abriss des Kolpinghauses ist eine Lücke an der Bismarckstraße entstanden. Diese sollte ursprünglich mit einer aus Schiffscontainern aufgebauten Spiellandschaft geschlossen werden. Diese Idee ist inzwischen vom Tisch. An die Bismarckstraße kommt nun ein Zaun samt einer Sichtschutz-Hecke. Die Kinder können dann auf der neu entstandenen Freifläche von der Hofstattstraße hin zur Bismarckstraße spielen.

Michely denkt an eine Aktion, bei der Personal, Kinder und Sponsoren gemeinsam dieses Außengelände verschönern. Vorbild wäre der „Tag des Helfens“ („Day of Caring“), eine Idee, die aus Amerika stammt. Behörden- und Firmenmitarbeiter lassen an diesem Tag ihre Arbeit ruhen und stellen ihre Fähigkeiten in den Dienst einer guten Sache.

Kontakt: Stephan Michely, Neues Rathaus, Telefon (0 68 98) 13 25 53.

 So sieht das Gebäude an der Längsfront aus.
So sieht das Gebäude an der Längsfront aus. FOTO: BeckerBredel
 Auch der Innenausbau ist jetzt voll im Gange.
Auch der Innenausbau ist jetzt voll im Gange. FOTO: BeckerBredel