Kolumne : Ende gut, Urlaub gerettet

In meinem Urlaub ist von Anfang an der Wurm drin. Dass auf die Pünktlichkeit der Bahn wenig Verlass ist, wusste ich ja schon. Aber jetzt lassen mich auch noch unsere Nationalkicker im Stich. Statt der fest eingeplanten feucht-fröhlichen Jubelparty steht eine feucht-traurige Frustfeier auf dem Programm.

Kopfweh bereitet mir am nächsten Morgen auch der plötzlich streikende Fotoapparat. Und warum gibt es in Ansichtskarten-Läden eigentlich nie Briefmarken? Ein kleiner Magen-Darm-Infekt und ein sehr mitteilungsfreudiger Zugnachbar nerven ebenfalls.

Und dann ist auch noch der Geldbeutel weg. Vermutlich wurde er mir im Bahnhofsgetümmel gestohlen. Glücklicherweise bleiben zuhause noch einige Urlaubstage, schnell erhole ich mich auf Balkonien vom Reisestress.

Und schließlich gibt‘s sogar ein Happy End. Im Briefkasten liegt ein Päckchen. Sein Inhalt: mein Portemonnaie mit allen Papieren. Sogar das Geld ist noch drin. Ein Berliner hatte den verlorenen Geldbeutel gefunden und ins Saarland geschickt. Vielen Dank in die Hauptstadt!