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Anwohner, Stadt und Bau 04: Einigung am Sauerbruchweg

Anwohner, Stadt und Bau 04 : Einigung am Sauerbruchweg

Rentner bleiben nicht mehr einsam. Besucher dürfen zwei Stunden lang parken.

(er) Der Streit um ein von der Stadtverwaltung eingeführtes Halteverbot am Sauerbruchweg ist beendet. Vertreter der Stadt, der Baugenossenschaft 04 und der Anlieger haben sich auf einen Kompromiss geeinigt.

Die Baugenossenschaft mit ihrem Geschäftsführer Markus Arend wird demnach ihre Anwohnerparkplätze eingeschränkt für Besucher und Pflegedienste freigeben. Sie möchte nur, dass dann im Auto ein Zettel ausgelegt wird, auf dem ein konkreter Grund genannt wird wie zum Beispiel „Bin zu Besuch bei Familie X“. Die Stadtverwaltung wird auf rund 30 Metern Länge das Halteverbot in der Form abändern, dass dort Parken mit Parkscheibe für maximal zwei Stunden erlaubt wird.

Auf dieser Strecke mit ihren rund sechs Stellplätzen soll dann auch Gehwegparken eingeführt werden, wie Daniel Meumann, zuständiger Mitarbeiter bei der Straßenverkehrsbehörde im Rathaus, berichtet. Der Gehweg sei an dieser Stelle überbreit, so dass dort Autos innerhalb der Markierung problemlos halten könnten. Mit dieser Regelung käme man Anliegern entgegen, die sich zuvor darüber beschwert hätten, dass sie schlecht aus ihren Parkplätzen heraus kämen, wenn auf der Fahrbahn an der anderen Straßenseite Autos hielten. Dies sei für die Stadtverwaltung auch der Grund für die – dann umstrittene – Einführung des Halteverbotes gewesen.

„Da sieht man, dass man gemeinsam etwas erreichen kann“, freute sich gestern Anlieger-Sprecher Manfred Schu. Der Rentner hatte die Diskussion mit dem Argument ins Rollen gebracht, dass mit dem Halteverbot viele Senioren praktisch von der Außenwelt abgeschnitten seien. Als Vermittler hatten sich auch Bürgermeister Wolfgang Bintz, Franz-Josef Petry, Vorsitzender des Seniorenbeirates, und Werner Michaltzik, Vorsitzender des Sicherheitsbeirates, eingeschaltet.