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Ungemütliches Wochenende an der Versöhnungskirche
CDU-Fraktion beklagt Randale in Poststraße

Völklingen. Das Wochenende war teilweise laut und ungemütlich. Aber die Polizei sieht keinen Grund zur Aufregung. Von Doris Döpke

Stefan Rabel, CDU-Fraktionschef im Völklinger Stadtrat, und sein Stellvertreter Kevin Frank sind auf der Palme. Am Samstag und Sonntag sei es in der Poststraße, etwa auf Höhe der Versöhnungskirche, zu „lärmenden Auseinandersetzungen zwischen offensichtlich rivalisierenden Gruppen von Ausländern“ gekommen, „tätliche Angriffe“ inklusive. Und es dürfe nicht sein, dass „Tag für Tag, Woche für Woche dort lautstarke handgreifliche Auseinandersetzungen mit Ruhestörungen“ passieren; denn das gehe zu Lasten von Anwohnern und Gewerbetreibenden im Viertel. Man müsse eingreifen, „bevor sich Banden- und Clan-Strukturen festsetzen“. Zu prüfen sei auch der Einsatz von Überwachungskameras.


Die Völklinger Polizei sieht die Ereignisse gelassener. Am Samstag gegen 17.30 Uhr, berichtete ein Sprecher auf SZ-Nachfrage, habe es in der Tat eine körperliche Auseinandersetzung gegeben: Ein 40-Jähriger türkischer Abstammung bekam einen Faustschlag ins Gesicht, der Beschuldigte, ein 32-Jähriger syrischer Abstammung, flüchtete. Kurz danach standen sich zwei Gruppen, die zu den Kontrahenten gehörten, an der Kreuzung Post- und Gatterstraße gegenüber und provozierten gegenseitig. Die Polizei erteilte Platzverweise, „die Lage konnte beruhigt werden“. Am Sonntag gegen 10 Uhr hingegen hätten zwei größere Gruppen aus Osteuropa – in der CDU-Mittelung ist von insgesamt 50 Frauen und Männern die Rede – nur „diskutiert“. Die Polizei habe sie vorsorglich angesprochen, und es sei bei Worten geblieben.

Beide Vorfälle hätten miteinander nichts zu tun, sagte der Polizeisprecher. Und erinnerte zum Thema Kamera-Überwachung daran, dass die Schwelle für solche Maßnahmen sehr hoch liege.