Eine Reise durch die Zeit

Welche weiterführende Schule ist die richtige? Eltern und Grundschüler, die sich diese Frage stellen, lud das Warndt-Gymnasium in Geislautern zu einem speziellen Informationsabend ein. 98 Viertklässler lernten dabei die Schule einmal ganz anders kennen.

Munter flackernde Lampen weisen den Weg ins Innere des Warndt-Gymnasiums, das an diesem Abend so gar nicht nach Schule aussieht, sondern mehr wie ein verwunschenes Schloss wirkt. Im Treppenhaus werden die Viertklässler, die gemeinsam mit ihren Eltern gekommen sind, von Ägypterinnen, Steinzeitmenschen und einer Barockprinzessin freundlich begrüßt. Im obersten Stockwerk angekommen, erhalten sie eine bunte, papierene Uhr, die sie sich um den Hals hängen dürfen. Was es damit auf sich hat, erfahren sie im Kombi-Saal, wo eine Wissenschaftlerin mit einer Zeitmaschine auf sie wartet.

Während sich die Grundschüler auf ein Abenteuer durch weltzeitliche Epochen begeben, nutzen ihre Eltern die Gelegenheit, in zwangloser Atmosphäre mit Lehrern und der Elternvertretung ins Gespräch zu kommen, um sich ein Bild von der potenziellen neuen Schule ihres Nachwuchses zu machen. "Mit dem Informations- und Kennenlernabend soll den Viertklässlern die Angst vor dem Schulwechsel genommen werden", sagt Lehrerin Carmen Fontaine, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Kira Morasch und den Mitgliedern der Unesco-AG den dritten Leseabend dieser Art am Warndt-Gymnasium organisiert hat. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Eine Reise durch die Zeit". Dank liebevoll gebastelter Kulissen und Requisiten verwandeln sich die Klassenzimmer in die Welt früherer Jahrhunderte. Los geht es in der Prähistorie, wo Steinzeitmenschen und Dinosaurier die Viertklässler erwarten. Im alten Ägypten basteln die Grundschüler unter Anleitung von Pharaoninnen Lesezeichen aus Papyrus, während sie sich im antiken Griechenland auf eine Floßfahrt begeben und dabei die Sage über Odysseus und den von ihm besiegten Zyklopen hören. Auch im Mittelalter treibt ein Monster sein Unwesen. Im barocken Schloss von Versailles empfängt man die Zeitreisenden nicht nur mit Geigenmusik von Händel, sondern auch mit einer Spukgeschichte. Und beim Kampf der Cowboys gegen die Indianer im Wilden Westen dürfen die Kinder selbst das Lasso schwingen.

Damit die 98 Grundschüler auf ihrer spannenden Reise durch die Zeit weder Hunger noch Durst erleiden müssen, gibt es einen Mittelaltermarkt und ein amerikanisches Dinner im 50er-Jahre-Stil. "Wir wollten sowohl stille Stationen anbieten, als auch solche, an denen sich die Kids austoben können", erläutert Fontaine. Ein Höhepunkt ist für viele Grundschüler daher das Laser-Labyrinth im Jahr 2038, in dem sie sich ein Fang- und Versteckspiel mit Aliens liefern. "Das war total cool", strahlt ein blondes Mädchen. Generell hat der Leseabend auf die Viertklässler sichtlich Eindruck gemacht. Für viele steht fest: "Nächstes Jahr gehe ich aufs Warndt-Gymnasium."