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Eine gelungene Generalprobe

Völklingen. Elf Kinder aus der Pfarrgemeinde St. Michael empfangen am Sonntag die Erstkommunion. Am Freitag wurde geprobt. Andreas Lang

Einen Gottesdienst im Schnelldurchgang erlebten am Freitagmorgen elf Kinder in der Pfarrkirche St. Michael. So blieb Zeit, die wichtigsten Phasen mehrfach durchzuspielen. Denn Leonie, Nira, Melina, Emilie, Laura, Jolie, Leon, Maxim, Justin, Tobias, Leon und Davide sollen am Sonntag Hauptrollen spielen. Sie feiern das Fest der Erstkommunion. Und weil dann alle Augen der Gottesdienstbesucher sie verfolgen werden, will das geübt sein. Am Pfarrsaal wollen sich die Kinder am Sonntag treffen, um dann feierlich in die vermutlich volle Kirche einzumarschieren.



Wie es ab der Kirchenpforte weiter geht, ist im ersten Übungsabschnitt mit Pfarrer Thomas Weber und Gemeindereferentin Jessica Schanno festgelegt. Neben der eigenen Position in der Prozession gilt es für die jungen Akteure wichtige Eckpunkte zu beachten, die Pfarrer Weber einschärft: "Nicht zu schnell gehen, die Kerzen außen halten und an der ersten Bank stehen bleiben." Denn er werde dann die brennende Osterkerze herbei holen, damit die Kommunion- und Taufkerzen am Osterlicht entzündet werden können. Phantasie ist gefragt. Weber: "Stellt Euch vor, ihr habt Eure Kerzen jetzt in der Hand, und wollt sie an der großen Kerze entzünden." Mit den Händen zeigt er in etwa die Größe der persönlichen Kerzen: "Die sind in etwa so groß." Aha. Seine Gegenüber erweisen sich als tolle Phantomimen. Gekonnt halten sie ihre imaginären Kerzen über die Osterkerze. "Brennt", so Weber wenig später. Das Signal für die Kleinen, zu den reservierten Sitzplätzen im Altarraum zu gehen.

Erinnerungen an den Kommunionsunterricht: "Komm mit, wir suchen einen Schatz" hieß das Motto in den vergangenen Wochen und Monaten.

Im Rahmen des Gottesdienstes werden die Kommunionkinder kurze Texte dazu vorlesen. Etwa Justin: "Wir haben eine selbst gebastelte Schatzkiste mit vielen wertvollen Dingen, die wir im Unterricht gefunden haben." Im Unterricht haben sie auch den Unterschied zwischen Hostie und "Leib Christi" gelernt. Die Hostie selbst durften sie nämlich schon kosten. Durch die Wandlung wird sie aber erst zum Leib Christi. "Den kann man nur mit den Augen des Herzens erkennen", erarbeitet Schanno in einem kurzen Dialog mit den Jungs und Mädchen. Und schon sind die nächsten Aufgaben zu vergeben. "Wer möchte die Gaben gerne nach vorne bringen?" Alle Hände gehen hoch.

Eine weitere Frage Schannos bringt die Gruppe nicht weiter: "Wer möchte nicht unbedingt einen Lesetext?" Keine Meldung, alle brennen auf die Aufgaben. "Wer kann sich denn vorstellen, später Messdiener zu werden?" "Aha, genau fünf, das passt", stellt Schanno zufrieden fest, und die Aufgabe kommt auf Leonie, Laura, Jolie, Davide und Tobias zu.

Auch das "Vater unser" als wichtigstes Gebet war noch einmal zu üben. Denn die Kinder unterstreichen das Gebet mit Gesten. Dieses Beten mit dem ganzen Körper haben sie in der Vorbereitung einstudiert.

"Jetzt noch den Auszug", bittet Weber zum nächsten Schritt. Eine leichte Aufgabe, denn es gilt lediglich den Messdienern zu folgen. Etwas länger dauert es, die richtigen Positionen für das Schlussbild zu finden. Aber auch das prägen sich die Kinder ein. Der Weiße Sonntag kann also kommen, für die Kinder aus St. Michael geht es um 14 Uhr los.

Zum Thema:

Die Kommunionfeiern der Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius finden zu folgenden Terminen statt: 25 Kinder vom Heidstock und aus Luisenthal gehen am Sonntag, 23. April, in die Kirche St. Paulus um 10.45 Uhr. Elf Kinder aus der Innenstadt gehen am Sonntag, 23. April, um 14 Uhr in St. Michael. Zwölf Kinder aus der Innenstadt und von der Röchlinghöhe feiern am Sonntag, 30. April, um 10.45 Uhr in St. Eligius. Elf Kinder aus Fürstenhausen und von der Fenne empfangen am Sonntag, 30. April, um 14 Uhr die Kommunion in der Kirche Schmerzhafte Mutter in Fürstenhausen.

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