Ein rundum schöner Tag

Völklingen. Als die 29 Kommunionkinder der Völklinger Pfarrgemeinde St. Michael am Weißen Sonntag zum Gesang von Tamara Schmitt - sie gab Whitney Houstons "Greatest Love of all" zum Besten - aus der Pfarrkirche auszogen, atmeten die meisten erst einmal durch. "Geschafft", so war es aus den Augenpaaren zu lesen

Völklingen. Als die 29 Kommunionkinder der Völklinger Pfarrgemeinde St. Michael am Weißen Sonntag zum Gesang von Tamara Schmitt - sie gab Whitney Houstons "Greatest Love of all" zum Besten - aus der Pfarrkirche auszogen, atmeten die meisten erst einmal durch. "Geschafft", so war es aus den Augenpaaren zu lesen. Nach mehr als 90 Minuten Gottesdienst hatten sie den offiziellen Teil dieses Festtages hinter sich gebracht. Jetzt bloß noch ein paar Fotos schießen, dann wird den Rest des Tages gefeiert. Anstrengend war der Gottesdienst für die Kinder nicht, wie Ann-Sophie Haag berichtet. Sie war im wunderhübschen weißen Kleid mittendrin und durfte wie die meisten anderen eine Extra-Aufgabe übernehmen. "Ich habe die Schale für das Wasser zur Bereitung des Abendmahls zum Altar gebracht", erzählt sie stolz. Andere Kommunionkinder - unter den 29 waren übrigens nur sechs Jungs - durften zum Beispiel die Fürbitten vorlesen. Außerdem hatten Kaplan Jürgen Zapp und Gemeindereferentin Andrea Schwindling einen frischen und modernen Gottesdienst geplant. Da musizierte die Gruppe Michelangelo zum Gesang des Chors Happy Gospel. Die von der Völklinger Gruppe Magic her bekannten Musiker gaben mit Keyboard und Akustikgitarren dem Ganzen eine frische Note. "Diese Messe war nicht so steif wie viele Festgottesdienste, die ich schon erlebt habe", meint zum Beispiel Karl Metzger, einer der Besucher. Bei so viel moderner Musik verbrachte Organist Heinz Schmidt einen geruhsamen Vormittag. Er musste nur einmal die mächtigen Orgelpfeifen erschallen lassen: zum Tedeum mit "Großer Gott, wir loben Dich". Zurück zu Ann-Sophie, die unter anderem von ihren Eltern Iris und Jürgen Haag begleitet wurde. "Den Ablauf des Gottesdienstes haben wir zwei Mal geprobt, deshalb war das heute eigentlich ganz leicht", berichtet die Schülerin der Haydnschule. Am spannendsten sei der Moment gewesen, als sie zum ersten Mal die Hostie empfangen durfte. "Sie hat ein bisschen salzig geschmeckt, beim Essen habe ich das ,Vaterunser' gebetet", sagt sie. Nachdem die Kirchenglocken verstummt sind, freut sie sich auf die große Feier und die vielen Geschenke. "Wir feiern zuhause auf dem Sonnenhügel mit den Verwandten", so ihre Mutter. Die war übrigens auch Katechetin der Gruppe um Ann-Sophie. Sie meint: "Da ist eine schöne Gemeinschaft gewachsen, schade, dass sich die Gruppe nicht mehr so regelmäßig sieht." Das bedauert auch Kommunionkind Ann-Sophie. "Aber wir wollen in Kontakt bleiben", kündigt sie an. Und das dürfte auch nicht allzu schwer werden, schließlich sehen sie sich ja die nächste Zeit noch in der Haydnschule. "Da ist eine schöne Gemeinschaft gewachsen."Katechetin Iris Haag