Ein Hauch von Blues-Brothers

Völklingen. Es hat etwas vom Filmklassiker "Blues-Brothers", wenn die ehemalige Schülerband des Realgymnasiums Völklingen wieder eine Bühne betritt. So auch am Montag, als The Ipcress vor gut 350 Zuschauern im Rahmen der Sommer-Open-Airs im Schillerpark in der Konzertmuschel des Parkhotels Albrecht spielten

Völklingen. Es hat etwas vom Filmklassiker "Blues-Brothers", wenn die ehemalige Schülerband des Realgymnasiums Völklingen wieder eine Bühne betritt. So auch am Montag, als The Ipcress vor gut 350 Zuschauern im Rahmen der Sommer-Open-Airs im Schillerpark in der Konzertmuschel des Parkhotels Albrecht spielten. Es muss so vor zwei Jahren gewesen sein, da machte sich der vom Ammersee heingekehrte Bub von der Bouser Höh' wie die Filmhelden Jake und Elwood Blues auf, die einstige Band wieder zu vereinen. Wie die Vorbilder hatte Christoph Gottschalk Erfolg. Und The Ipcress, die enthusiastische Schülerband der 1960er Jahre, behauptet wieder stolz: "The boys are back in town", Auf Deutsch: "Die Jungs sind zurück in der Stadt". Klar, dass dieser Thin-Lizzy-Hit das Eröffnungsstück bei den Ipcress-Auftritten ist. Auch wenn der Hit wegen seines Alters nicht genau ins Ipcress-Schema passt. "Wir spielen fast ausschließlich Rockmusik aus den 60er Jahren", so Gottschalk zu Beginn. Das Eröffnungsstück stamme dagegen aus dem Jahr 1976. Die schier unerschöpfliche Musikbox der Rock-Oldies liefert der Gruppe jede Menge Munition. Für den sommerlichen Auftritt im Schillerpark haben sie überwiegend leicht hörbare Kost ausgewählt, wie "Hot town, summer in the city" und "Keep on running." Auch die Instrumentalisten dürfen glänzen, wie Gitarrist Klaus Peter Grob bei Santanas "Black magic woman" und "Europa", Keyboarder Django Fass bei "Light my fire" von den Doors. Gottschalk, der nicht nur die Rhythmusgitarre spielt und die meisten Stücke singt, zitiert zwischen den Songs auch gerne einmal seine Idole. Vor allem Beatle John Lennons Worte gibt er gerne wieder. Der Bandname The Ipcress stammt übrigens auch aus einem Film - einem Agententhriller, der die damals jugendlichen Musiker wohl genauso begeistert hat wie die Rockmusik. Und so kann man den Konzertabend im Schillerpark auch so zusammenfassen, wie es Zuhörerin Ute Lamprecht tut: "Das war heute großes Kino."Nächsten Montag spielen Barth und Roember in der Reihe Summer Open-Air im Schillerpark. Der Eintritt ist frei.