Ein deutsch-französisches Baumhaus

Ein deutsch-französisches Baumhaus

Lauterbach. Wie die Turmbauer zu Babel müssen sich die Baumhausbauer auf dem Maltiz-Hof bei Lauterbach vorgekommen sein, als sie im Baum das Fundament ihrer Hütte zusammenzimmern sollten. Waldpädagoge Arnulf Staap erinnerte sich am Mittwoch an die Aktion, als das Baumhaus bei einem Nachtreffen des deutsch-französischen Schulprojekts eingeweiht wurde

Lauterbach. Wie die Turmbauer zu Babel müssen sich die Baumhausbauer auf dem Maltiz-Hof bei Lauterbach vorgekommen sein, als sie im Baum das Fundament ihrer Hütte zusammenzimmern sollten. Waldpädagoge Arnulf Staap erinnerte sich am Mittwoch an die Aktion, als das Baumhaus bei einem Nachtreffen des deutsch-französischen Schulprojekts eingeweiht wurde."Sie hingen da in ihren Sicherheitsgeschirren und mussten die Basisbalken in die Waage bringen", berichtet er. "Man muss dabei bedenken, dass dies an den ersten Tagen des Wochenprojektes geschah und sich Deutsche und Franzosen noch kaum verständigen konnten." Doch es hat funktioniert: "Ins kalte Wasser zu springen, ist oft das beste Training." Das hat auch Staap selbst gemerkt: In der Zusammenarbeit mit seinem französischen Kollegen Marc Dinizet habe sich sein Französisch stark verbessert. Das grenzüberschreitende Begenungs-Projekt mit deutschen und französischen Kindern - das Treffen der Ludweiler Graf-Ludwig-Gesamtschüler mit den jungen Franzosen vom Collège Nicolas aus Untersteller war das dritte, das Maltiz in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband seit 2006 durchgeführt hat - war nicht einfach zu verwirklichen. Staap: "Die französische Bürokratie ist noch schlimmer als die deutsche." So durften die Teilnehmer zum Beispiel nicht im Wald übernachten. In Zukunft will Staap deshalb nur noch Tagesprojekte planen. Zurück zum Baumhaus: Das wurde mit einer provisorischen Tafel versehen und soll das erste von vielen Baumhäusern werden, die bei ähnlichen Projekten gebaut werden sollen.

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