Ehrenamtler drängen auf Sauberkeit

Ehrenamtler drängen auf Sauberkeit

Mehr Personal für Sauberkeit in der Stadt und gegen kleine Ordnungswidrigkeiten: Diese Forderung des ehrenamtlichen Sicherheitsbeirats lässt sich angesichts der Völklinger Haushaltslage gewiss nicht leicht verwirklichen.

Den Schwerpunkt seiner diesjährigen Arbeit hat der Völklinger Sicherheitsbeirat bereits in der Januarsitzung festgelegt: Das Gremium will, dass die Stadt sauberer wird. Immer wieder berichten die Mitglieder über Hundekot, wilden Müll und gelbe Säcke, die zu früh auf den Bürgersteig gestellt werden. Nun wolle man "Nägel mit Köpfen" machen, erklärte der Beiratsvorsitzende Werner Michaltzik am Mittwochnachmittag im Neuen Rathaus. Er forderte die Kollegen auf, Verschmutzungen - auch mit Fotos - zu dokumentieren. Die Liste mit konkreten Hinweisen geht dann an die Stadt.

Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob mehr Personal eingestellt werden kann. Nicht nur für die Reinigung selbst, sondern auch für die Ahndung kleiner Umweltsünden . Orts- und Stadträte sollen um Unterstützung gebeten werden. Und bei den Schulen will man für Patenschaften werben. Die Schüler könnten darauf achten, dass das Schulumfeld, etwa an Bushaltestellen, sauber bleibt.

Im Frühjahr werden die Beiratsmitglieder selbst in die Hände spucken. Am 25. April schließen sie sich einer Säuberungsaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) an. Auf dem Radweg an der Saar wird dann Müll aufgesammelt.

Der ADFC war im vorigen Sommer auch an einer vom Sicherheitsbeirat organisierten Radtour durch die Stadt vertreten. Während der Ausfahrt wurden kritische Punkte im Radwegenetz unter die Lupe genommen. Ein Protokoll mit Verbesserungsvorschlägen ging damals an die Stadtverwaltung. Bis heute, bemängelte Fahrrad-Projektgruppenleiter Hans Holderbaum, gebe es keine Reaktion.

Voraussichtlich im März wird der Sicherheitsbeirat in einer Infoveranstaltung darlegen, wie sich Hausbesitzer gegen Einbrecher schützen können. Auch beim Thema Sucht setzt der Beirat auf Prävention. Die Sitzung endete mit einem Appell: Die Verantwortlichen der Fastnachtsveranstaltungen sollen darauf achten, dass das Jugendschutzgesetz eingehalten wird und kein Alkohol in die Hände von Kindern gelangt.