1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Völklingen

Duo Schwarze Grütze stürmt von Pointe zu Pointe

Duo Schwarze Grütze stürmt von Pointe zu Pointe

Wehrden. "Hallo ihr Zwei, toller Abend gestern in Wehrden. Gehe schon von Anfang an zu der Veranstaltungsreihe, aber ihr ward mit Abstand das Beste, was in dieser Richtung auf der Bühne stand. Vielen Dank und weiter so!" Das Lob hat ein Fan dem Potsdamer Duo Schwarze Grütze am Wochenende ins Internet-Gästebuch geschrieben

Wehrden. "Hallo ihr Zwei, toller Abend gestern in Wehrden. Gehe schon von Anfang an zu der Veranstaltungsreihe, aber ihr ward mit Abstand das Beste, was in dieser Richtung auf der Bühne stand. Vielen Dank und weiter so!" Das Lob hat ein Fan dem Potsdamer Duo Schwarze Grütze am Wochenende ins Internet-Gästebuch geschrieben. Die Musikkabarettisten waren Teil des knallbunten Abends, mit dem am Freitag die beliebte Gratis-Reihe "Comedy im Herbst" endete. Veranstaltet wurde sie vom Kulturforum des Regionalverbandes Saarbrücken in Zusammenarbeit mit den gastgebenden Städten und Gemeinden. Nach ihren Stippvisiten in Sulzbach, Riegelsberg und Auersmacher machte die Kabarett-Truppe zum Abschluss in der Wehrdener Kulturhalle Station. Im Vorprogramm sinniert Peter Tiefenbrunner, eine feste Größe der saarländischen Kleinkunstszene, über die Tücken des Älterwerdens. Und auch dem heißen Herbst auf Deutschlands Straßen widmet sich das Allroundtalent. Weder der Völklinger Bahnhof noch das Weltkulturerbe, beruhigt Tiefenbrunner, würden unter die Erde verlegt. Dem Duo Schwarze Grütze ist das wohl ziemlich schnuppe. Vom Start weg drücken Dirk Pursche und Stefan Klucke ordentlich aufs Tempo. Schließlich, so erklären die Komiker, möchten sie noch etwas vom Völklinger Nachtleben abbekommen. Auf ihrer Homepage ist zu lesen, dass sie sich beim Studium kennen lernten: Pursche war in Sex, Drugs und klassischer Musik eingeschrieben, sein Kollege widmete sich den Fächern Liebe, Bier und Tanzmusik. Die fundierte Ausbildung spiegelt sich in ihrem aktuellen Programm "Bühnenarrest" wider: Mit Bass, Gitarre und flinker Zunge stürmen sie von Pointe zu Pointe. Die Sänger präsentieren bissige Lieder über die Raucherentsorgung, über übereifrige Feuerwehrmänner und fröhliche Organspender. Und sie retten wieder eine vom Aussterben bedrohte Reimform, diesmal ist es der Schüttelreim: "Ich trinke heute Bier und finde Beute hier!" Die Besucher in der voll besetzten Halle sind begeistert und verabschieden die Kabarettisten nach über zwei Stunden mit viel Applaus von der Bühne.